Die Premiere ist gelungen. Erstmals hat die Kreisvolkshochschule Börde eine komplette Ferienwoche organisiert. Elf Mädchen und Jungen haben sich vormittags mit dem Computer beschäftigt und nachmittags in der Ziegelei fantasievolle Stücke geformt. Gestern haben sie die Ergebnisse ihren Familien vorgestellt.

Haldensleben/Hundisburg l Schnell noch einmal probieren: Maria Donath aus Sommerschenburg und Emely Schoof aus Badeleben stehen mit ihren Zetteln vor dem riesigen Bildschirm im großen Raum der Kreisvolkshochschule (KVHS) in Haldensleben und testen, ob ihre Power-Point-Präsentation klappt. Wie sie haben auch die anderen Mädchen und Jungen des Ferienkurses eigene Präsentationen erarbeitet, die sie zum Abschluss der Ferienwoche zeigen wollen. Meist in Gruppen haben sie am Computer mit Bildern und Texten zusammengestellt, was sie in der Woche gelernt und erlebt haben. Am Anfang steht meist etwas Geschichtliches über die Hundisburger Ziegelei und darüber, was es hier zu sehen gibt. Marion Nier, die Leiterin der Ziegelei, hatte den Ferienkindern alles gezeigt und erklärt. Kleine Videoaufnahmen zum Gelände und auch von der Fahrt mit der Feldbahn ergänzten die Berichte.

Die 10- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen gaben in ihren Präsentationen auch einen Überblick über ihre kreative Arbeit in der Werkstatt. Celina Franz und Filina Becker hatten sogar ermittelt, dass die meisten Tonfiguren, die entstanden, Tiere sind.

Celina und Filina haben ganz offensichtlich auch selbst ein Faible für Tiere. Die beiden zwölf- und elfjährigen Haldensleberinnen haben nämlich Wiesenlandschaften aus Ton geformt und auch Pferde, die dann auf dieser grünen Wiese stehen sollen. Vier Nachmittage haben die Mädchen daran gearbeitet. Maria Donath hat eine sehr lustige Eule gestaltet. Auch andere Kinder haben sich für Eulen entschieden.

"Wir konnten uns selbst aussuchen, was wir machen möchten", erzählt Hannah Herzig aus Hörsingen, während sie mit Emma Koch, Anne Sophie Schiefer und Bennett Nickels aus Haldensleben ihre Arbeiten vorstellt. Formen für Halbkugeln stehen im Regal, zeigt Anne Sophie. Darin konnten die Kinder entweder eine Kugel für eine Eule entstehen lassen oder auch Schalen anfertigen. Anne Sophie hat gerade ihre Schale geföhnt, so trocknet sie schneller. Erst nach dem Trocknen an der Luft werden die Kreationen der Mädchen und Jungen gebrannt. Bennett hat einen Golfer geformt. Ihm hat alles in dieser Ferienwoche gefallen. Auch die Beschäftigung am Computer fand er gut.

Die Ziegelei im Mini-Format hat der zwölfjährige Johnathon Bensch aus Hohenwarsleben nachgebaut. Er mag das künstlerische Arbeiten, auch in der Schule. "So habe ich ein Andenken, dass ich hier war", erzählt er. Aber auch die Vormittage am Computer haben ihm Spaß gemacht.

Sie sei künstlerisch nicht so begabt, meint Maggie Jauns aus Sommerschenburg. Doch einfache Formen hat auch die 13-Jährige hergestellt. Die Ferienwoche hat ihr dennoch gefallen. "Ich will ja nicht die ganze Zeit zu Hause rumsitzen", meint sie und gibt am Freitag bei einer extra Präsentation einen Einblick in ihr Hobby: Pferde. Ihr ganzes Wissen hat sie in diese kurze Power-Point-Präsentation gepackt. Vom Nutzen des Pferdes über die verschiedenen Rassen bis zum größten und kleinsten Pferd hat sie viel Interessantes zusammengestellt und dabei haben die Zuhörer sicher auch manches Neues erfahren. Annika Butrin aus Kloster Neuendorf und Anne Sophie laden dann auch noch zu einem Streifzug durch Paris ein, natürlich auch per Power Point.

Ein Dankeschön richten die jungen Künstler bei ihren Präsentationen an alle, die sie in der Woche begleitet haben. An Uwe Küchenhoff, den Programmbereichsleiter der KVHS, an die Computerkursleiterin Martina Hinz, an die Werkstattleiterin in der Ziegelei Melanie Maschke und an den Sozialbetreuer Christian Grabow.

Diese Ferienaktion war als "talentCAMPus" ein kostenfreies Angebot, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Für die Aktion in den Herbstferien mit Hip Hop gibt es schon Anmeldungen.

 

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