Landkreis Börde (il) l Die Wolmirstedterin Waltraud Wolff ist seit kurzem Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Die 58-jährige SPD-Bundestagsabgeordnete möchte ihr neues Ehrenamt nicht nur fachlich, sondern mit ganzem Herzen und Sachverstand ausfüllen, wie sie sagt: Den Vorsitz des Lebenshilfe-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, der sich seit 25 Jahren für Menschen mit Behinderungen einsetzt.

Unter anderem hat Waltraud Wolff vor, die Erarbeitung des Bundesteilhabegesetzes positiv zu beeinflussen - für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderungen. Seit dieser Legislatur arbeitet sie im Ausschuss für Arbeit und Soziales im Bundestag mit.

Auf Landesebene stehen die Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium und der Sozialagentur ganz oben auf ihrer Vorhaben-Liste.

Als ehemalige Sonderschullehrerin und Leiterin der "Gerhard-Schöne-Schule" in Wolmirstedt - eine Sonderschule für geistig Behinderte - ist sie mit den Themen und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen vertraut. Dieses Wissen will sie nutzen, um sich engagiert für den Verband und seine Mitglieder einzusetzen und den Inklusionsgedanken mit Leben zu füllen. "Inklusion ist nicht zum Nulltarif zu haben und muss wachsen. Ich bin sicher, dass gemeinsames Spielen, Lernen, Lachen, Wohnen und Arbeiten möglich sind", so die Wolmirstedterin.

Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Sachsen-Anhalt, ist ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege. Mit seiner Gründung 1990 als gemeinnütziger Verein ist der Landesverband heute Dachorganisation von 28 Orts- und Kreisvereinigungen sowie 16 gemeinnützigen Gesellschaften. Das Ziel der Lebenshilfe ist, Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen zu helfen, ein möglichst selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen. Die Lebenshilfe Sachsen-Anhalt ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt.