Seit einigen Monaten liegen Pläne zur Errichtung eines Fastfood-Restaurants direkt an der Autobahnzufahrt in Alleringersleben auf dem Tisch des Ingersleber Ortschaftsrates. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gehen die Planungen nun voran.

Ingersleben l "Wir begrüßen es natürlich, dass sich McDonalds für Alleringersleben als Standort entschieden hat. Es geht zum einem um die Arbeitsplätze, die dort entstehen und zum anderen hoffen wir, dass sich mit dem Fastfood-Restaurant auch noch andere Investoren im Gewerbegebiet ansiedeln", sagte Thomas Crackau (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Ingersleben. Platz genug sei dort vorhanden. Entstehen soll das Restaurant gegenüber der Tankstelle an der Zufahrt der Autobahn 2.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Ingersleben, der in Morsleben tagte, galt es, den Beschluss zum vorzeitigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu fassen. Crackau zeigte auf die 44 Seiten starken Unterlagen. Er zählte auf, wer alles zum Vorhaben Stellung bezogen hat. "Der Entwicklungsstand der Planung ist inzwischen fortgeschritten. Es gab eine Bürgerbeteiligung sowie eine Öffentlichkeits- und eine Behördenbeteiligung. Die Stellungnahmen wurden geprüft", berichtete der Gemeindechef. Einstimmig gaben die Räte grünes Licht für den vorzeitigen Bebauungsplan. "Ich habe die Mitteilung bekommen, dass der Landkreis soweit ist, eine Teilbaugenehmigung für die Erd- und Tiefbauarbeiten zu erteilen. Also, es geht voran", sagte Crackau voller Optimismus. Bisher müssen die Freunde des Fast Foods aus dem Hause mit dem großen gelben "M" weite Wege nach Haldensleben oder Magdeburg in Kauf nehmen, um ihren Appetit auf Hamburger und Co. zu stillen. Wann die ersten Burger über die Ladentheke gehen können, sei jedoch noch unklar.

Einfacher wären solche Planungen, wenn es einen geeigneten Flächennutzungsplan geben würde. Vorhandene Pläne seien oft über 20 Jahre alt und somit überholt und Planungsziele seien nicht mehr umsetzbar. So ein aktueller Flächennutzungsplan soll jetzt für die gesamte Verbandsgemeinde Flechtingen erarbeitet werden. "Wir haben in unserer Gemeinde noch viele Flächen, die noch nicht richtig erschlossen sind und der wir keine eindeutige Nutzung zuordnen können", schilderte der Bürgermeister. Die Nutzung der Flächen in allen Orten der Verbandsgemeinde Flechtingen soll mit dem neuen Plan geregelt werden. Als Beispiel für eine neue mögliche Umnutzung nannte Crackau die alte Schweinemastanlage in Eimersleben und die Offenställe in Ostingersleben.

"Wir brauchen den neuen Flächennutzungsplan. Wir müssen zu Potte kommen, um langatmige Bauverfahren - wie wir es jetzt mit McDonalds erleben - beschleunigen zu können", bestätigte Frank Alvermann (FUWG), Mitglied im Gemeinderat Ingersleben und im Verbandsgemeinderat Flechtingen. Alle anwesenden Gemeinderäte stimmten dem Beschluss zur Erarbeitung des Flächennutzungsplanes zu.