Ein Straßenfest, das weithin seinesgleichen sucht, wird in Ackendorf gefeiert. Das Besondere ist, dass die Dorfstraßen-Anwohner die Idee seit 27 Jahren fortführen und das immer am ersten Sonnabend im August.

Ackendorf l "Man will ja nur mal ein Stündchen in gemütlicher Runde zusammensitzen", fasste Thomas Krause das Ansinnen des Straßenfestes, das ein Abschnitt der Dorfstraße in Ackendorf regelmäßig feiert, zusammen. Letztlich bleibt es nicht nur bei dem erwähnten Stündchen. Und so gibt es nach mittlerweile 27 Jahren zahlreiche Anekdoten von den Nachbarschaftstreffen zu erzählen, auch dicke Fotoalben dokumentieren die Geschichte in Bildern. Eine Geschichte, die ihresgleichen sucht, und auch am vergangenen Wochenende fortgeschrieben wurde.

Es war wieder der erste Sonnabend im August - der einstmals auserkorene Straßenfesttag. Die meisten Anwohner halten sich diesen auch stets frei von anderen Unternehmungen, um das Zusammensein mit den Nachbarn nicht zu verpassen. "Die Stammgäste sind da", stellte Thomas Krause auch diesmal fest. Dennoch war die Runde etwas kleiner, die sich auf dem Hof bei der Familie Wigbert Krause zusammenfand. So gehörte eine kurze Gedenkminute auch Ruth Zörner, die über viele Jahre aktive Teilnehmerin des Straßenfestes war und nun mit 93 Jahren verstorben ist.

Damit ist die Altersspanne zwischen der jüngsten und der ältesten Teilnehmerin des Straßenfestes zwar etwas geschrumpft, umfasst aber immer noch mehr als 80 Jahre. Die älteste Teilnehmerin war in diesem Jahr die 85-jährige Anni Krause, die jüngste ihre Urenkelin Martha Bösche, die gerade 17 Monate alt ist. Willkommen war in der feiernden Runde aber auch Walter Wiedemann, der aus Hamburg angereist war.

Beim Zusammensein gab es viel zu erzählen und auch zu lachen, so dass die Stunden wieder wie im Flug vergingen. Der Nachwuchs der Dorfstraßen-Bewohner ließ sich eine kleine kulturelle Einlage nicht nehmen.