Mehr als 200 Brandschützer in 26 Mannschaften aus 15 Wehren haben am Sonnabend bei Löschangriffen in Mannhausen um die besten Zeiten gekämpft. Während die Frauen der Gastgebermannschaft siegten, sind es die Männer aus Roxförde, die den Drömlingspokal mit nach Hause nehmen. Bei der Jugend hatte das Team aus Klüden/Zobbenitz die Nase vorn.

Mannhausen l Bei Mallorca-Wetter rücken am Sonnabendmorgen mehr als 200 Brandschützer aus 3 Frauen-, 8 Jugend- und 15 Männermannschaften auf dem Sportplatz in Mannhausen an. Obwohl viele Wehren Klappstühle und ihre Partyzelte mitbringen, gilt es nicht, Rotwein mit Strohhalmen aus Eimern zu trinken, sondern es gehen 26 Mannschaften in jeweils zwei Durchläufen ehrgeizig an den Start, um mit Schnelligkeit, Technik und Wasser den Drömlingspokal zu gewinnen.

Mannhausens Wehrleiter Kevin Quatz erklärt: "Wir haben inzwischen eine über 20-jährige Erfahrung bei der Durchführung solcher Veranstaltungen. Jeder weiß, was zu tun ist. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir in Mannhausen ideale Bedingungen haben und dass wir niemanden verhungern oder verdursten lassen."

"Alles läuft nach Plan. Wir sind mit dem ersten Durchgang gleich fertig", zieht Manfred Eggeling, ehemaliger Leiter der gastgebenden Wehr, Zwischenbilanz. Eggeling sitzt gemeinsam mit Frauke Ueckert, fachkundige Ansprechpartnerin für die Wehren und Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde Flechtingen, am Richtertisch. Neu am Tisch und am Laptop ist Justin aus Magdeburg. Der 13-Jährige ist der Enkel von Gerold Mahlke und verbringt die Ferien in Mannhausen.

Die Mannhäuserinnen beweisen auf der Wettkampfbahn, dass sie nicht nur Kuchen backen können, sondern auch wissen, wo der Schlauch hängt. Sie gewinnen mit der besten Zeit. Dicht gefolgt von den Damen aus Buchhorst und den Kurortschönheiten aus Flechtingen. "Hier in Mannhausen dabei zu sein, ist für uns ein Muss. Auch bei den Winterwanderungen sind wir immer mit", verraten die Feuerwehrleute aus Mieste, die als Traditionsmannschaft in nostalgischer Kluft und mit moderner Technik starten. "Wir sind vielleicht nicht schneller, aber wir können länger", versichern die Männer in den Klamotten ihrer Großväter. Die Nostalgiegruppe siegt zwar nicht, aber sie erobern sich die Herzen des Publikums. Die Flechtinger Männer bekommen vor dem Start noch ein Küsschen als Glücksbringer von den Frauen und ab geht es über die Bahn.

Richtig spannend wird es, denn die sonstigen Favoriten, wie zum Beispiel Böddensell, Mannhausen und Kathendorf, legen nicht die allerbesten Zeiten vor, sondern Roxförde beeindruckt gleich im ersten Durchgang mit einer Superzeit von 23,83 Sekunden. Die gilt es nun, fehlerlos zu übertrumpfen. Bei den Böddensellern ist kurzfristig jemand wegen "Rücken" ausgefallen. Kameradschaftlich verborgen die Kathendorfer mit Gordon Arndt einen ihrer besten Männer an Böddensell. Das sei Ehren- sache, auch im umgekehrten Fall ist bei den Kathendorfern schon mal ein Böddenseller mitgelaufen. Auch die Kampfrichter meinen, dass es doch schade wäre, wenn eine Mannschaft nicht starten kann, nur weil ein Mann fehlt. Damit das Kathendorfer Team komplett ist, haben sie mit Daniel Buhl einen Neueinsteiger. Der ist mächtig aufgeregt, rutscht im nassen Gras aus und erlebt so unfreiwillig seine jungfräuliche Taufe. Roxförde nimmt den Drömlingspokal jubelnd in Empfang. Ein Dankeschön geht an alle Mannhäuser, die bei der Organisation des Wettkampfes und bei der Bewirtung ihrer Freunde aus nah und fern mächtig ins Schwitzen kamen, aber ihrem Namen als "Spitzengastgeber" wieder alle Ehre machten.

   

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