In der Runde der neu gewählten Ortschaftsräte haben die Mitglieder des Gremiums mit Holger Trüe einen stellvertretenden Bürgermeister aus ihrer Mitte gewählt. Die Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters Georg Ohrdorf ist noch nicht abgelaufen. Er wird auch weiterhin als Oberhaupt die Geschicke des Ortes leiten.

Bösdorf l Der Stadtrat Oebisfelde-Weferlingen hatte festgestellt, dass keine Einwendungen gegen die Wahl zum Bösdorfer Ortschaftsrat vorliegen und damit die Wahl gültig ist. Bösdorfs Ortsbürgermeister Georg Ohrdorf hat den neuen Rat über seine Pflichten belehrt, auf seine Aufgaben aufmerksam gemacht und verpflichtet. Bevor der Bösdorfer Ortschaftsrat seine Aufgaben in Angriff nahm, musste am Tisch ein Stellvertreter gewählt werden. Uta Bruns (Einzelbewerberin) schlug Erhard Heinze (UWG Oebisfelde-Weferlingen) als Stellvertreter vor. "Neue Besen kehren gut", argumentierte die Bösdorferin. Stiev Reppin, (WG FFw Bösdorf) brachte als weiteren Kandidaten Holger Trüe (Einzelbewerber) ins Rennen. Trüe wiederum schlug Jörg Stottmeister (Einzelbewerber) wegen seiner langjährigen Erfahrungen im Rat als Kandidat vor. Stottmeister gab sofort zu bedenken, dass er - wenn er gewählt werden würde - das Amt nicht annimmt. Aus zeitlichen Gründen würde er diese Aufgabe nicht bewältigen. Er stellte sich also erst gar nicht zur Wahl.

Nun galt es für den Rat, zwischen Erhard Heinze und Holger Trüe zu wählen. Mit knapper Mehrheit fiel die offene Wahl auf Trüe, der die Wahl annahm und sich für das Vertrauen bedankte.

Der Stadtrat der zurückliegenden Wahlperiode hatte es im Frühjahr abgelehnt, die Entschädigungssatzung zu ändern. Allerdings habe der Wunsch bestanden, künftig auf das Fraktionsgeld zu verzichten. Mit dem Fraktionsgeld solle die Fraktionen Geschäftsaufwendungen begleichen. Der Verwaltungsaufwand wäre enorm. Die Abrechnung erfolge nach strengen Vorgaben. Die Prüfung sei nicht minder aufwändig. Den Fraktionen können sich Unterstützung von der Verwaltung holen, sei es das Kopieren oder die Verteilung von Informationen an die Fraktionsmitglieder.

Der Entwurf der Entschädigungssatzung, der nun auf dem Tisch lag, basiere auf dem Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Nach diesem soll kein Fraktionsgeld mehr gezahlt werden. "Da haben wir keinen Einfluss drauf, das beschließt ja der Stadtrat", kommentierte Ohrdorf den aktuellen Sachverhalt.