Haldensleben l Eine Tanzakademie mit Jugendlichen aus der Region sowie aus Polen hat die Sportjugend Börde veranstaltet. Für eine Woche waren Teilnehmer und Betreuer dafür in der Haldensleber Jugendherberge zu Gast. Die Leitung hatte die polnische Tanzlehrerin Kasia Sobiecka-Tomporowska. Jeden Vor- und Nachmittag absolvierten die zwischen 12 und 14 Jahre alten Jugendlichen Trainingseinheiten, um einen gemeinsamen Tanz einzustudieren.

Ebenfalls bei der Akademie mit dabei waren sieben Kreativkids mit Alter von sechs bis zehn Jahren. "Sie haben jeden Tag gebastelt und sich dabei unter anderem an Holz- und Steinmetzarbeiten ausprobiert oder gemalt", erklärt Gerd Hinze, der die Kreativgruppe zusammen mit Herbergsvater Ingolf Zander betreute. Letzterer ist gleichzeitig der stellvertretende Vorsitzende der Sportjugend Börde. Um die älteren Jugendlichen kümmerten sich Susanne Sacher als Mitarbeiterin und Sarah Sacher als Vorstandsmitglied der Sportjugend.

Neben der eigentlichen Akademiearbeit gab es für die Teilnehmer jedoch noch eine Menge mehr zu erleben. So unternahmen die polnischen Gäste unter anderem einen Ausflug nach Wolfsburg. Darüber hinaus standen eine gemeinsame Schlauchboottour, ein Selbstverteidigungskurs mit Volker Bergmann aus Haldensleben, Spiele sowie eine Waldmeisterschaft mit verschiedenen Stationen auf dem Programm. Dabei mussten die Jugendlichen zum Beispiel ein rohes Ei so präparieren, dass es den Sturz von einem Hochsitz unbeschadet überstand. "Das Team der Jugendherberge hat sich wirklich tolle Stationen ausgedacht", bedankte sich Susanne Sacher. Bei einer Tour mit Herbergshund Anton konnten die Jugendlichen unter anderem lernen, worauf es beim richtigen Umgangen mit solch einem Tier ankommt.

Zur Belohnung für die emsige Mitarbeit gab es für die Kreativkids abends Kino. Die älteren Jugendlichen organisierten dagegen eine Modenschau und eine Wahl zur Miss beziehungsweise zum Mister Dancecamp 2014.

Teilnehmer übernehmen Rolle eines Schutzengels

"Die Teilnehmer haben viel mit- und voneinander gelernt. Sie konnten ihr Englisch vertiefen beziehungsweise Deutsch oder Polnisch lernen", so Susanne Sacher. Generell sei die Tanzakademie sehr erfolgreich verlaufen. Darüber hinaus schlüpfte jeder Jugendliche für einen anderen Teilnehmer in die Rolle des Schutzengels. Dabei konnte er ihm beziehungsweise ihr unter anderem Briefe schreiben oder kleine Überraschungen zukommen lassen. Das musste allerdings im Geheimen passieren. Denn die Auflösung, wer wessen Schutzengel gewesen war, erfolgte erst beim großen Neptunfest. Dieses bildete den Abschluss der Akademie. Zur Vorbereitung hatten die Teilnehmer extra Baströcke gebastelt und einen Thron geschmückt. Bei der anschließenden Disco feierte der einstudierte Tanz seine Premiere. "Egal ob es um die Unterkunft oder um das Essen geht: Wir fanden die Jugendherberge einfach top und werden bestimmt wiederkommen", unterstrich Susanne Sacher.

Für die nächsten Wochen hat die Sportjugend noch mehrere andere Aktion geplant. Dazu gehört unter anderem die kleine Friedensfahrt, die am ursprünglich angedachten Termin ausfallen musste.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.sportjugend-boerde.de.

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