Von Constanze Arendt-Nowak

Rottmersleben l Das Ensemble nahe des Denkmals in der Rottmersleber Dorfmitte ist um ein Detail reicher. Ortsbürgermeister Hans-Eike Weitz hat hier ein Wappen mit einem rodenden Mann aufgestellt. Hin und wieder weht darüber auch eine Fahne mit dem gleichen Wappen. Wer mit offenen Augen durch Rottmersleben geht, entdeckt dieses Wappen auch noch an mehreren Häuserwänden, obwohl Rottmersleben heute amtlich ein anderes Wappen - eines mit einem Eichenzweig und zwei Hacken - hat.

"Rottmersleben hat seit 1995 das neue Wappen, damals hat man uns gesagt, es dürfte keine Person darin sein", erklärte Hans-Eike Weitz. Damit war das Wappen, das unter anderem auch auf Unterlagen zur 1000-Jahr-Feier von 1964 zu finden ist, verschwunden. "Jetzt haben wir das Wappen aber für Klein Rottmersleben gesichert", so Weitz, der sich dem Heraldiker Jörg Mantzsch zu Dank verpflichtet fühlt. Mantzsch hatte das Wappen eben an mehreren Stellen in Rottmersleben entdeckt und die Sicherung angeregt.

Ein Wappenbrief bestätigt den Eintrag des Wappens für den Ortsteil Klein Rottmersleben in die Ortswappenrolle auf Antrag des Ortschaftsrates von Rottmersleben. Zuvor wurde es in heraldischer und wappenrechtlicher Hinsicht geprüft. Das Bildnis mit einem Mann, der mit einer Rodehacke zwischen einem Laubbaum und einem Nadelbaum den Boden bearbeitet, soll nach der Aussage von Hans-Eike Weitz Bezug auf den Namen "Rottmersleben" haben. "Das kommt von Roden", so Weitz.

Das Wappen darf jedoch nicht bei offiziellen Amtshandlungen verwendet werden. Vereine und Verbände, die gemeinnützig oder der Pflege und Bewahrung örtlicher Tradition verbunden sind, dürfen dessen Verwendung beim Ortschaftsrat oder beim Ortsbürgermeister beantragen.