Die Verbandsgemeinde Flechtingen will ihr gesamtes Gemeindegebiet überplanen und in einem Flächennutzungsplan zusammenfassen. Der Erxleber Gemeinderat fordert dafür in jedem Fall ein Mitspracherecht ein.

Flechtingen l Um künftig bei Anfragen potenzieller Investoren und Ansiedlungswilliger in der Verbandsgemeinde reagieren zukönnen, plant die Verwaltung die Erstellung eines einheitlichen Flächennutzungsplanes für das gesamte Areal der Verbandsgemeinde Flechtingen. Ingold Kollmeyer, Mitarbeiter im Bauamt der Verbandsgemeinde, beschrieb im Erxleber Gemeinderat das geplante, anspruchsvolle Vorhaben. Schließlich müsse aus sieben Gemeinden mit einer Fläche von 38584 Hektar ein einheitlicher Flächennutzungsplan entworfen werden, der allen Ansprüchen und Wünschen Rechnung trägt.

"So ein Flächennutzungsplan regelt alle baulichen Fragen und Möglichkeiten in den Dörfern", erläuterte Erxlebens Bürgermeister Gerhard Jacobs.

Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt aus der Verbans- gemeindeumlage der Gemeinden, werde jedoch sehr günstig, schätzte Ingolf Kollmeyer ein. Sämtliche bereits bestehenden Pläne aus den Gemeinden würden im Zuge der Erstellung mit einfließen, ergänzte Gemeinderatsmitglied Burkhard Kuthe (SPD).

Claudia Bertram (FDP) und Ottfried Dorok (FUWG Erx- leben) mahnten an, dass den Gemeinden bei der Erstellung in jedem Fall ein Mitspracherecht eingeräumt werden müsse. "Wir kennen die Gegebenheiten vor Ort viel besser,und jeder wünscht sich doch etwas anderes in seinem Dorf", meinte Claudia Bertram. "Eine Beteiligung der Gemeinden fehlt mir in der Beschlussvorlage", sagte Ottfried Dorok. Das hätte man mit einbringen müssen.

Zu diesem Zeitpunkt geht es erstmal lediglich um ein einheitliches Interesse der Gemeinden an der Erstellung eines einheitlichen Plan- instrumentes, sagte der Bauamtsmitarbeiter. Eine Einbeziehung der Gemeinden hält der Bürgermeister ohnehin für unumgänglich. Und Burkhard Kuthe ergänzte: Sämtliche bisherigen Plänen fließen in den Flächennutzungsplan ein. Was Bestand hat, wird übernommen und eingebaut. "Solange wir keinen Flächennutzungplan haben, kann es keine Bautätigkeit mehr geben", unterstrich der Gemeinderat die Bedeutung des Planungsinstrumentes.

Mit elf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen fand der Grundsatzbeschluss eine Mehrheit im Erxleber Gemeinderat.