Gegen die vom Land geplante Schließung der Schwangerschaftsberatungsstelle in Haldensleben werden Unterschriften gesammelt. Die Stadtverwaltung unterstützt die Aktion.

Haldensleben l Mit einer Unterschriftensammlung soll die vom Landesverwaltungsamt (LVA) zum 31. Dezember 2014 vorgesehene Schließung der Schwangerschafts- und Sexualberatungsstelle noch verhindert werden. "Die Aktion ist am Mittwoch der vergangenen Woche gestartet", erklärte Heimtraut Bergmann, die Leiterin der Beratungsstelle.

Nicht nur allein im Stadtgebiet liegen die Unterschriftenlisten an verschiedenen Stellen aus. "Wir haben sie auch an die Hebammen und andere Beratungsstellen verteilt, um so viele Menschen aus dem Landkreis zu mobilisieren", so Bergmann weiter. Schließlich sind von der geplanten Schließung vor allem die Frauen betroffen, die im Gebiet des ehemaligen Ohrekreises leben. Zumal mit dem Wegfall der Haldensleber Beratungsstelle auch keine Beratung mehr in der Außenstelle Wolmirstedt angeboten werden kann.

Frauen, die Hilfe benötigen, müssten sich ab dem kommenden Jahr an andere Beratungsstellen wenden. Einziger Anlaufpunkt im gesamten Landkreis wäre dann die Beratungsstelle, die vom DRK in Oscherleben vorgehalten wird. Andere Alternativen wären Magdeburg oder Gardelegen.

Gegen die geplante Schließung hat die Arbeiterwohlfahrt als Träger der Haldensleber Einrichtung bereits Klage eingereicht. Mit der Unterschriftensammlung soll der Protest gegen die Entscheidung des LVA weiter untermauert werden.

Unterstützt wird die Aktion auch von der Stadtverwaltung Haldensleben, welche die Schließung so nicht hinnehmen will. "Schließlich wurde bei der Entscheidung (...) nicht berücksichtigt, dass bisher fehlende ergänzende Beratungsangebote in der jetzigen Geschäftsstelle ab Januar 2015 durch einen ins Mehrgenerationenhaus EHFA dann gegeben wären", heißt es in einem von Bürgermeister Norbert Eichler und Sozialamtsleiterin Doreen Scherff unterzeichneten Schreiben, mit dem sie um Unterstützung der Unterschriften- aktion bitten. Angeregt hatte diese Form des Protestes unter anderem der Sozialausschuss des Stadtrats.

Die Unterschriftenlisten können auch im Internet unter www.haldensleben.de - Menüpunkte Bürgerservice und Familie/Bildung - heruntergeladen werden.