Haldensleben l Vor vier Jahren wurde die Jugendherberge Haldensleben umgebaut und neu eröffnet - seitdem wächst die Anzahl von Gästen stetig. "Im Sommer haben wir bis zu 1000Übernachtungen", erzählt Herbergsvater Ingolf Zander, der das Haus seit mehr als 20Jahren leitet. Kein Wunder: Das Gelände bietet einen Fußballplatz, ein Volleyball-Feld und eine überdachte Grillecke.

Auf dem umfangreichen Programm, das extra auf die jeweiligen Gäste zugeschnitten wird, stehen zum Beispiel Bootstouren, Nachtwanderungen, Pizza backen oder Schnitzeljagden im Wald - und ein liebevoller Umgang mit den "Kiddies", wie Zander die Kinder nennt. "Wir nehmen hier alles ein wenig auf die Schippe, ich glaube, das kommt ganz gut an", meint er. Doch nicht nur Kinder, auch Radfahrer oder Familien sind gern gesehene Gäste. Ein besonderer Hingucker der Jugendherberge ist die Erdhöhle: Die aus Natursteinen gebauten Hütte erinnert sehr an eine "Hobbit"-Höhle. Ohne Strom, Wasser oder Heizungskomfort, lediglich ausgestattet mit Kerzen und sechs Betten.

Bisher übernachten hauptsächlich Familien in dem kleinen Häuschen, dabei soll es aber nicht bleiben. "Wir wollen noch fünf weitere Höhlen bauen", erklärt Zander. Dann können auch ganze Schulklassen in den Erdhöhlen wohnen. "Der Vorteil dieser Hütten ist, dass die Kinder dazu gezwungen sind, sich Geschichten zu erzählen, da sie sich nicht vor den Fernseher setzen können", erklärt Zander. Damit unterstreicht er noch ein mal, was er seinen Gästen - und vor allem den "Kiddies" - zeigen möchte: Teamgeist, Umwelt und Abenteuer.