Die Schullandschaft verändert sich. In den kommenden Jahren werden nur noch alle jene Schule eine Zukunftschance haben, die von den Schülerzahlen her gut aufgestellt und modern ausgerüstet sind. Bregenstedt soll hier möglichst schnell nachziehen, meint der Erxleber Gemeinderat.

Erxleben/Bregenstedt l Das Landes-Förderprogramm Stark III tritt von 2015 bis 2020 in eine neue Förderperiode ein. Darin geht es vor allem um eine energetische Sanierung von Kinderbetreuungseinrichtungen. Eine, die dringenden Bedarf hat, ist die Grundschule "Beverspring" in Bregenstedt. Das bescheinigte der Schule zumindestens der Erxleber Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einhellig.

Über die Investitionsbank könnte die Gemeinde bei einem positiven Bescheid zur Förderung einen zinslosen Kredit über rund 825000 Euro erhalten, der auf 20 Jahre die Gemeinde jährlich mit einem Betrag von rund 41000 Euro belasten würde.

Der Knackpunkt: Die Beantragung der entsprechenden Förderung muss umgehend erfolgen, obwohl noch nicht einmal alle Förderrichtlinien an der Basis bekannt sind.

"`Wir erfüllen die Kriterien, die wir kennen", meinte Erxlebens Bürgermeister Gerhard Jacobs (CDU). Die Antragstellung auf der Verbandsgemeindeebene müsse diesen Monat laufen, denn das Land hat klare Terminvorgaben für die Einreichung gestellt.

Gemeinderat Christian Jungenitz (CDU) wollte wissen, was passiert, wenn das Vorhaben teurer wird als jetzt geplant. Hier konnte der Bürgermeister erstmal beruhigen, denn bei der Kostenschätzung liege man niedriger als bei der Beantragung. In diesem Rahmen sollte sich der Bau im Fall eines positiven Bescheids realisieren lassen.

Ottfried Dorok (FUWG Erxleben) sieht eine "ganze Reihe von Aufgaben auf uns zukommen", die mit der Schulentwicklungsplanung zusammenhängen. Er wollte über Inhalte wie die Entwicklung der Schullandschaft in der Verbandsgemeinde und deren Rahmenbedingungen reden. Hier konnte ihm der Erxleber Bürgermeister jedoch sagen, dass es bereits eine Schulentwicklungsplanung bis 2030 im Voraus gebe, die aussagt, dass in Bregenstedt die geforderte Mindestschülerzahl von 80 Schülern mit prognostizierten 125 abgedeckt werden könne.

"Wir investieren, was die Zukunft hergibt", sagte Gerhard Jacobs. Ob es letztendlich tatsächlich so viele Kinder oder gar noch mehr werden, die geboren werden, das könne gegenwärtig niemand prognostizieren.

Bei einer Enthaltung stimmte der gesamte Gemeinderat für eine Beantragung der Förderung aus dem Stark-III-Programm, um die Grundschule in Bregenstedt energetisch und modern sanieren zu können.