Flechtingen l Bereits zum 11. Mal gewann Anke Siemandel aus Wienrode im Harz die Gesamtwertung beim Leistungsrücken der Einspänner. Mit ihrer eindrucksvollen Shire-Horse-Stute Sladbrook Susannah überzeugte die junge Mutter einmal mehr die Jury und das Publikum beim diesjährigen Geschicklichkeits- und Kraftrücken der Forstleute.

Mit ihrer 16-jährigen Stute ist Anke Siemandel ein eingespieltes Team, die beiden verstehen sich aufs Wort. Ob beim Baumstamm über ein Hindernis hieven, beim Slalom mit Stamm, beim Überschreiten einer Brücke oder beim Heraufrollen des Stammes auf eine Rampe - als Vorjahressiegerin durfte das Duo als erstes auf die Wettkampfstrecke, legte ordentlich Tempo und nahezu Fehlerfreiheit vor und blieb bis zum letzten Teilnehmer des zehnköpfigen Feldes auf Platz 1 (975 Gesamtpunkte).

Einziger Hengst im Starterfeld war das Rheinisch-Deutsche Halbblut Pascha, der sich mit seinem Führer Lutz Schwinarski aus Klein Wanzleben mit Temperament und Anmut auf den 2. Platz (945 Punkte) katapultierte.

Matthias Buchmann aus dem Mansfelder Land landete mit seinem Schwarzwälder Kaltblut-Wallach Domino auf Platz 3 (910 Punkte).

Die Konkurrenz der Zweispänner beherrschte Günther Maasch aus Parstein mit den Kaltblütern Biene und Dicker. Er hatte zuvor schon beim Leistungspflügen mit Erfolg teilgenommen, um sich dann beim Geschicklichkeits- und Kraftrücken gleich noch einmal in den Wettkampf zu werfen.

Matthias Buchmann trat wie bei den Einspännern mit Erfolg auch in der Zweispänner-Konkurrenz an. Mit Domino und Wino holte er 930 Punkte und Platz 2.

Tino Fehse aus Solpke in der Altmark wusste mit seinen Haflingern Menne und Lotte zu gefallen. Beim Kraftrücken gaben die kleinen Haflinger sogar manchem starken großen Kaltblut das Nachsehen in Sachen Ausdauer und Willen. Mit 920 Gesamtpunkten in beiden Disziplinen plus dem optischen Eindruck holte der Solpker sich den 3. Platz in der Gesamtwertung. Knapp dahinter mit 905 Punkten landete Lokalmatador Thomas Klumpe mit Oskar und Emma.

Forstamtsleiter Hubertus Hlawatsch zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wettkampfes, auch wenn der Zeitplan der Forstleute, die zwischendurch auch noch den Lehrlingswettbewerb austrugen, aufgrund der Vielzahl der Teilnehmer in diesem Jahr nicht eingehalten werden konnte.

Die Zuschauer harrten bis zur Siegerehrung geduldig am Parcours aus und spendeten den Geehrten Applaus. Hubertus Nitzschke vom Hauptorganisator Heimat- und Mühlenverein bedankte sich mit kleinen Präsenten bei den Forstbeteiligten.

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