Walbeck l Auf eine musikalisch-literarische Entdeckungsreise wollen die Musiker des Rossini-Quartetts am Sonntag, 24. August, ab 16 Uhr ihr Publikum an der Walbecker Stiftskirchenruine auf dem Hagen mitnehmen.

Die Bedeutung des Magdeburger Rechts als Stadtrecht besonders im osteuropäischen Raum steht im Mittelpunkt der Texte, die Wolfgang Klose und Christian Poewe vortragen. Dieses verknüpfen die Akteure mit mitteldeutscher Barockmusik von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann, Johann Friedrich Fasch und Johann Sebastian Bach.

So weilte Georg Philipp Telemann nach seiner Studienzeit in Leipzig in der polnischen Stadt Zary und hat viele slawische Einflüsse für seine Musik kennengelernt. Auf Reisen nach Krakow und Pleß lernte er die polnische und mährische Folklore kennen.

Die Verknüpfung der Rechtsprechung des Magdeburger Rechts mit den Künsten werden das Rossini-Quartett und seine Gäste in Ton und Wort darbieten. "Gemeiner Nutz geht vor sunderlichen Nutz", wusste schon Eike von Repgow (1180 bis 1234). So lautet auch das Motto der 12. Romanik-Tour: "Eike von Repgow und das Magdeburger Recht".

In Walbeck geht es am Sonntag wie schon in den vergangenen Jahren darum, Künstler und andere Persönlichkeiten aus Sachsen-Anhalt sowie die Geschichte des Landes durch musikalische und literarische Zeugnisse zu vermitteln. Der Bogen von der Musik und der Zeit der Romanik bis in die Gegenwart spannt sich dabei rasch auf.

Das Rossini-Quartett ist Kulturbotschafter der Landeshauptstadt, und Magdeburg feiert 2014 dessen 25-jähriges Bestehen. Eintrittskarten gibt es noch unmittelbar vor Konzertbeginn an der Ruine, lädt Ortsbürgermeister Martin Herrmann ein.