Haldensleben (az) l Eine zauberhafte Woche haben Kinder und Jugendliche in der Turnhalle der Karl-Liebknecht Sekundarschule verbracht. Zu Besuch waren die Zirkusartistinnen Julietta und Mucki, die mit guter Laune, vielen Ideen und zahlreichem Zirkus-Equipment den Weg in die Ohrestadt fanden. Eingeladen hatten die Schulsozialarbeiterinnen Nicole Güldenpfennig, Stephanie Koch und Anne-Katrin Wiesner. Nicole Güldenpfennig arbeitet schon seit 2010 mit den Zirkusartisten rund um Caro Curioso zusammen und hat eine wöchentliche, gut besuchte Arbeitsgemeinschaft für ihre Sekundarschüler aufgestellt.

Im kollegialen Austausch der Schulsozialarbeiterinnen entstand die Idee, Grundschülern den Übergang zur Sekundarschule zu erleichtern, indem gemeinsame Projekte die Schwellenängste senken. Ziel einer gemeinsamen Ferien- woche sollte es sein, durch ein Projekt in der "großen" Schule Bekanntschaft mit den örtlichen Gegebenheiten zu machen, Schüler der höheren Klasse kennenzulernen und Interesse für eine Arbeitsgemeinschaft zu wecken, in welcher sich die Schüler nach dem Übergang gern beteiligen können.

"Wir stellen in unserem Arbeitsalltag häufig fest, dass die Veränderung von der Grund- zur Sekundarschule ein großer Schritt für die Schüler ist und manchen fällt dieser Wechsel sehr schwer. Deshalb sind wir Schulsozialarbeiterinnen bemüht, den Blick auf Übergangsprozesse zu lenken und wir arbeiten an gemeinsamen Projekten, um die Grenzen etwas aufzuweichen", berichtet Nicole Güldenpfennig.

Genau darum ging es bei dem Zirkusprojekt. 16 Grund- und Sekundarschüler trainierten zusammen mit Poi und Jonglierbällen, türmten sich zu artistischen Pyramiden, balancierten auf der Slackline und erlernten Diabolo-Tricks. Am Ende entstand ein attraktives Programm, bei welchem die begeisterten Kinder ihr neu erworbenes Können demonstrierten. Auch über die gemeinsame Ferienwoche hinaus soll das Zirkusprogramm sein Publikum finden. "Wir hoffen darauf, unseren Kindern im September eine kleine Bühne für ihr Programm organisieren zu können und werden uns für eine Trainingseinheit und einen Auftritt wieder zusammenfinden. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Begeisterung und Können in so wenigen Tagen bei unseren Kindern geweckt werden konnte. Das wollen wir unbedingt auch in den Grundschulen zeigen" erzählt Stephanie Koch.