Als gute und stolze Gastgeber präsentierten sich die Hödinger zu ihrer 750-Jahr-Feier. Zum Auftakt der Festveranstaltung machten Dias von einst und jetzt die Ortsgeschichte lebendig.

Hödingen l Ein zugleich anstrengendes wie schönes Festwochenende liegt hinter dem kleinen Ort Hödingen, der mit diesem Fest die Ersterwähnung in einer Urkunde aus dem Jahr 1264 begangen hat. Doch allen ist klar, dass Hödingen noch viel älter sein muss, als Siedlung schon lange vor dem ersten schriftlichen Beweis existiert hat.

Selbst Waltraud Wolff, SPD-Bundestagsabgeordnete ließ es sich nicht nehmen, den Hödingern im Rahmen einer Feierstunde im Sportlerheim zu ihrem Jubiläum zu gratulieren. "750 Jahre sind ein Zeitraum, den man sich kaum vorstellen kann", sagte die Wolmirstedterin. Viele Ereignisse lägen dazwischen. Sie wisse noch, dass am 27. Oktober 2011 das Hödinger Ortswappen genehmigt worden war - mit der silbernen Linde und der barocken evangelischen Kirche drin. "Das hat mich mit Hödingen verbunden, als mich im selben Jahr ein Hilferuf der Kirchengemeinde erreichte, die für die dringend notwendige Sanierung der Dorfkirche um Hilfe bat. "Alles dafür war fertig, nur das Geld fehlte noch", erinnert sich Waltraud Wolff an ihren Besuch. Klare Vorstellungen von der Kirche als kulturellen Treff, für die Jugend, die Senioren, Radwanderer auf dem Aller-Radweg sowie am Grünen Band entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze waren konzeptionell bereits vorgestellt und eingearbeitet worden. "Leider hat auch meine Kraft nicht gereicht, Mittel dafür zu bekommen", so die Bundestagsabgeordnete, denn die Luther-Dekade hatte bereits begonnen und mit ihr waren Fördermittel zweckgebunden. Trotzdem sei es irgendwie weitergegangen. "So etwas geht nur in einer gewachsenen Gemeinschaft", sagte sie und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass mit dem 21. September die Hödinger jubeln können. Denn dann geht es um Mittel aus Lotto-Erträgen, die vielleicht auch für Hödingen zur Verfügung stehen werden. Einen ganz kleinen Beitrag hatte Waltraud Wolff in Form eines Umschlages mitgebracht, der mit Applaus bedacht wurde: "Ich bin keine Lottospielerin, deshalb habe ich einen kleinen Beitrag gespart."

Bevor Silke Wolf, Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, das Wort ergriff, zeigte Michael Jarek, der durch den Abend führte, im Rahmen eines mehrteiligen Dia-Vortrages erste Bilder mit alten und neueren Hödinger Ansichten.

38 Generationen lägen zwischen der ersten urkundlichen Erwähnung und der 750-Jahr-Feier hatte die Bürgermeisterin errechnet. "Für uns Politiker ist das ein sehr langer Zeitrau, wo unser Alltag heute vom 4- bis 5-Jahres-Rhythmus geprägt ist", so Silke Wolf.

"Im Wappen der Stadt sind Sie als Stern dargestellt, und der möge heute hell leuchten", sagt die Bürgermeisterin. So ein Stern sei sehr symbolbehaftet und auf die eine oder andere Weise ein Wegweiser seit Jahrtausenden. Es sei ein Glück, dass "wir heute in einer sicheren und wohlhabenden Zeit und seit sieben Jahrzehnten in Frieden leben". Dazu bräuchte es aber weiter das solidarische Wesen der Gemeinschaft. In Hödingen hätte sie aufrechte Persönlichkeiten kennengelernt, die dafür stünden. Alle voran nannte sie Ortsbürgermeister Heinrich Könnecke.

Niemand solle vergessen, dass die Stadt auf ihre Sterne ebenso angewiesen sei wie auf die Oebisfelder Eule oder die Weferlinger Eiche, kommt sie zum Schluss ihres Grußwortes noch einmal auf das Wappen zurück.

Zu den Gratulanten gesellten sich auch der Flechtinger Bürgermeister Dieter Schwarz als unmittelbarer Nachbar aus der Verbandsgemeinde Flechtingen sowie die Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul aus Weferlingen, Martin Herrmann aus Walbeck, Michael Heiligtag aus Siestedt und Peter Schorlemmer aus Hörsingen.

Immer wieder blendete Hödingen weitere Dias und alte Fotos ein, die von Michael Jarek und zwischendurch auch von so manchem Zuschauer angesichts lustiger Schnappschüsse vom geselligen Hödinger Dorfleben kommentiert wurden.

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