Rund 100 Menschen demonstrierten am Sonnabend in Stendal für den zügigen Lückenschluss der A 14. Ein Korso mit rund 40 Lastwagen fuhr nach der Kundgebung durch die Stadt.

Stendal l "Verdammt ich brauch dich, ich brauch dich nicht", dröhnte Matthias Reim aus den Boxen am Schützenplatz. Dass die

A 14 ihrer Meinung nach gebraucht wird, demonstrierten rund 100 Menschen am Sonnabendvormittag. Auch das schlechte Wetter konnte sie davon nicht abhalten. "Das ist das wichtigste Landesprojekt und dazu stehen wir auch im Regen", sagte Frank Scheurell, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Dem Regen getrotzt hatte auch Verkehrsminister Thomas Webel (CDU), der den Rednerreigen eröffnete. "Wir wollen gemeinsam die A 14 bauen und dafür brauchen wir Unterstützung", sagte er. Die Gegner würden es nicht lassen, Abschnitt für Abschnitt der Autobahn zu beklagen. Allerdings stellte er auch klar: "Es gibt 97 Kilometer auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts und die werden wir bis 2020 fertigstellen, daran wird uns niemand hindern".

Stendals Landrat Carsten Wulfänger (CDU) hat festgestellt, dass, wer zum ersten Mal in die Altmark kommt, immer zu spät kommt. "Die Menschen können sich einfach nicht vorstellen, wie lange es dauert, hierher in das größte autobahnfreie Gebiet zu kommen", sagte er. Das sei natürlich auch ein Wettbewerbsnachteil, denn Zeit koste Geld. Er sei aber stolz und froh, so viele Autobahnbefürworter zu sehen und überhaupt: "Eine Demonstration für und nicht gegen etwas, das gibt es doch sonst gar nicht". "Ein Projekt in einem der bedeutendsten Industrieländer der Welt dauert Jahre, gar Jahrzehnte, weil immer wieder Nein-Sager und Verhinderer davon überzeugt werden müssen, dass die Autobahn wichtig ist", sagte Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU). Die Stadt Stendal setze große Hoffnungen in die Autobahn, wolle ihre wirtschaftliche und touristische Situation dadurch verbessern. "Die Gegner müssen sich der satten Mehrheit unterordnen, das ist ein Kennzeichen von Demokratie", forderte Schmotz.

CDU-Landtagsabgeordneter Hardy Peter Güssau gab das Motto aus: "Hart, härter, am härtesten, Altmärker". Er dankte den Autobahnbefürwortern für ihre jahrelange engagierte Unterstützung und versprach: "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden". Nun müssten nur noch die "Geisterfahrer, die die Autobahn verhindern wollen, weggefegt werden". Nach Güssaus Statement setzte sich der Lkw-Tross in Bewegung.

Rund 40 Fahrzeuge von Unternehmen aus Stendal und dem Landkreis fuhren eine große Runde durch die Stadt. Dabei sorgten sie an einigen Stellen für jenen Stau, von dem die Anhänger der A 14 hoffen, dass er durch die Autobahn auf der Bundesstraße bald der Vergangenheit angehört.

Bilder