Die Interessengemeinschaft (IG) Weferlinger LC 9/200 machte am Wochenende Station in Weferlingen - bereits zum 19. Mal. Alle Bundesländer waren mit nostalgischen Wohnwagen aus Ostzeiten vertreten. Selbst Holländer waren dabei.

Weferlingen l Zum 19. Mal trafen sich Campingfreunde aus ganz Deutschland und Holland mit ihren nostalgischen Gefährten auf dem Weferlinger Burghof.

Weferlingen ist der einzige Standort, wo sich die Freunde des rollenden Heimes genau in dem Ort treffen können, wo die Wohnwagen noch zu DDR-Zeiten hergestellt worden sind, erzählen die Campingfreunde, während sie sich vor dem feinen Nieselregen unter eines der beiden schützenden Dächer stellen. Sonst hatten nämlich die Hersteller solcher Campingwagen meist mehr als einen Standort.

Organisator Jörn Potthoff freut sich, dass 30 Anmeldungen für das diesjährige Treffen bei ihm eingetroffen sind. "Aus allen Bundesländern", betont der Bochumer, der mit seiner Frau Olga einen Großteil der Organisation in seinen Händen hält.

Normalerweise war ab Freitagmittag Anreise. Der letzte kam jedoch noch am frühen Sonnabendabend eingetrudelt, weil er noch arbeiten musste.

Sein froschgrüner Trabant mit den Türen aus Zeltplane und dem kleinen Anhänger dran wird mit großem Hallo begrüßt. "Der Schwanzmann ist da", begrüßen ihn die, die ihn schon kennen, da er einen langen Pferdeschwanz trägt, und die, die den Altmärker noch nicht kennen, denen stellt er sich so vor: "Hallo, ich bin der Schwanzmann." Man ist unter Gleichgesinnten, das Du gehört ebenso dazu wie die Geselligkeit.

Das Wetter meint es in diesem Jahr nicht so gut, doch die beiden Unterstände auf dem Gelände bieten Schutz und Trockenheit, wenn man sich in geselliger Runde um den Grill oder an der langen Tafel zum Essen und Erzählen treffen möchte. Weferlingens Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul ist froh, dass die Konstruktionen rund um den Burginnenhof noch nicht abgerissen worden sind.

Für die Kinder gab es Kinospaß, und später machten Fotoaufnahmen der letzten Treffen via Beamer die Runde. Der Ortsbürgermeister, noch im Trainingsanzug, da gerade als Schiedrichter im Einsatz gewesen, begrüßte die Campingfreunde in Weferlingen und versprach, noch zu einem abendlichen Plausch wiederzukommen.

Das Ambiente mit der Burg-ruine ist einmalig, solch ein Flair findet man sonst nirgendwo, darin waren sich die Camper in diesem Jahr wieder einig. Und die sanitären Einrichtungen gleich nebenan bei der Feuerwehr bieten die ideale Ergänzung für die kleinen Wohnwagen und ihre Liebhaber. Im kommenden Jahr soll nun das 20. Treffen anvisiert werden, und Jörn Potthoff ist sicher, dass auch dieses Treffen sich großer Beliebtheit erfreuen wird.

Im Schatten der Burgruine und des Aussichtsturmes Grauer Hermann finden die Angereisten einen besonderen Platz für das Treffen. Das wissen all jene zu schätzen, die einmal dabei waren, die meisten kommen wieder. Dabei spielt es keine Rolle, ob das rollende Heim made in Weferlingen ist oder in einer der anderen DDR-Produktionsstätten entstanden ist. Je älter, umso geliebter. Viele kommen sogar mit Trabant oder Wartburg davor angefahren, weil es einfach das gesamte Gespann ist, was den Reiz ausmacht.

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