Ein Jahr und sieben Monate alt - und schon Pokalsiegerin: Selina Lachs aus Wanzleben hat das Entenrennen zum Tag des offenen Denkmals mit ihrer knallgelben Quietscheente gewonnen. Auch ansonsten brachten die Organisatoren viel Farbe ins Programm.

Weferlingen l So bunt wie das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals, der das Thema "Farbe" zum Inhalt hatte, so bunt präsentierte sich das Fest, das Weferlinger Händler, Gewerbetreibende, Vereine, Privatpersonen und Kirchgemeinde gestalteten. Von der Friedrichstraße über den Steinweg und die Bäckerstraße sowie in mehreren Seitenstraßen und auf dem Gutshof herrschte reges Treiben.

Jede Menge Gelb dominierte den Höhepunkt des Nachmittages, das traditionelle Entenrennen auf der Aller. Etliche 100 quietschgelbe, zum Teil auch bunt bemalte Kunststoffenten schaukelten über die seichten Wellen, um an der Allerbrücke am Steinweg über die gedachte Ziellinie zu kommen. Die schnellste Ente mit der Nummer 411 gehörte Selina Lachs. Mit gerade mal 19 Monaten gehörte sie zu den jüngsten Teilnehmern. Zum ersten Mal hatten sie und ihre Eltern Stefan Lachs und Alexandra Reß überhaupt teilgenommen und gleich den Pokal gewonnen. Die junge Familie aus Wanzleben war zu Besuch in Weferlingen.

Blau dominierte vor dem Haus der Generationen und Vereine das sportliche Geschehen. Zum Beispiel gab es eine Hüpfburg, oder für die Fußballfans das Torwandschießen. Marc Rosburg bei den Kindern und Johann Kanitz bei den Erwachsenen gewannen den Wettbewerb, indem sie den Ball jeweils dreimal versenkten.

Grün-weiß präsentierte sich der eigens angereiste Fanbus des VfL Wolfsburg auf dem Platz an der Feuerwehr. Einige der erfolgreichen Spielerinnen des Vereins standen den Fans Rede und Antwort oder gaben Autogramme. Chromblitzend und schwarz, aber vielfach auch andersfarbig glänzend präsentierten sich die Zwei- und Vierräder der Rätzlinger "Blechreiz"-Freunde auf dem Steinweg und auf einem Hof.

Rot präsentierten sich die MTV-Tanzgruppen unter der Leitung von Manuela Ahlers. Die Tänzerinnen tragen traditionell rote T-Shirts oder Sweatshirts und begeisterten das Publikum auf dem Burghof und auf dem Steinweg durch ihre Be- wegungen zu flotten Rhythmen. Bunt der Stand vor der Bibliothek und Tourist-Info, wo Näh- und Stickarbeiten einen Hauch von Individualität in jede Küche und jede Stube bringen konnten.

Blau und Grau der Blick vom Grauen Hermann in den Himmel über Weferlingen. 517 Besucher hatten sich am Sonntag trotzdem an den Aufstieg gemacht. Allerdings kamen die ersten schon am Vormittag. Als Mitglieder des Bürgervereins und Helfer nach 9 Uhr begannen, Zelte, Tische und Bänke aufzustellen, fragten bereits die ersten Gäste, ob sie auf den Grauen Harm steigen dürfen. Im benachbarten Heimat- und Apothekenmuseum konnten 315 Besucher begrüßt werden. Sie informierten sich über die Weferlinger Geschichte, verfolgten die Vorführungen von Anne-Katrin Stickl in der historischen Apotheke und sahen sich die neue Sonderausstellung zur Grenzöffnung vor 25 Jahren mit Bildern von Joachim Hoeft an.

Insgesamt konnten die Organisatoren ein positives Fazit ziehen, zumal das Wetter immer mal wieder zwischendurch Anlass zu besorgten Blicken gen Himmel bot. Doch die Besucher ließen sich nicht schrecken, und das Wetter hielt sich im Gegensatz zu vielen Nachbarorten auch ganz passabel.

   

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