Mit dem Tourismuskonzept "Rund um den Drömling" beschäftigt sich der Calvörder Gemeinderat. Um Ideen und Vorhaben zu entwickeln, wird nun ein Arbeitskreis gebildet. Im Oktober soll es weitere öffentliche Veranstaltungen zur Konzeptplanung geben.

Calvörde l Es gilt, ein Tourismus- und Vermarktungskonzept für den Drömling auf die Beine zu stellen, um das sogenannte Land der tausend Gräben noch attraktiver zu gestalten. Mit im Boot sitzen neben der Gemeinde Calvörde die Stadt Oebisfelde-Weferlingen, die Hansestadt Gardelegen und die Stadt Klötze. Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliep-hake (CDU) berichtete bei der jüngsten Gemeinderatssitzung über ein Auftaktgespräch zur Konzeptentwicklung.

Das Projekt soll demnächst starten und bis Mitte 2015 dauern. Für das Konzept ist ein Kostenrahmen von 50000 Euro kalkuliert worden. Mit den beteiligten Kommunen ist ein Eigenanteil von 10000 Euro, pro Kommune 2500 Euro, abgestimmt worden. Schliephake schlug vor, einen Arbeitskreis zu bilden, um die Ideen und Maßnahmen zu erarbeiten, die in das Projekt einfließen sollen. Das Konzept ist auch an bestimmte Fördertöpfe gekoppelt.

"Es werden Ideen und Strategien entwickelt. Zum Beispiel wird der Radtourismus eine entscheidende Rolle spielen. Der Radtourismus ist aber an verschiedene Rahmen gekoppelt. Dazu müssen Unterstände für die Radler und eine entsprechende Gastronomie vorhanden sein", erklärte der Bürgermeister. Das Informationszentrum des Naturparks in Kämkerhorst habe 10000 Besucher im Jahr. "Diese Menschen, die dort unterwegs sind, wollen auch etwas trinken und essen. All diese Dinge spielen eine Rolle", sagte Schliephake. Er beschrieb das Naherholungsgebiet Grieps in Calvörde als Tor zum Drömling. Auch zum Sportboothafen und zum Wassertourismus gäbe es schon einige Ideen. Gedanken gibt es, Möglichkeiten zu finden, um zum Beispiel Regionalprodukte wie Fleisch und Wurst sowie Marmelade zu vermarkten. Auch Reiterferien auf dem Bauernhof oder ein Heuhotel könnten zu den Zukunftsplänen gehören.

"Es geht um die sinnvolle, vernünftige und effiziente Nutzung des Drömlings als Biosphärenreservat. Das heißt, auf der einen Seite ist der Drömling Naturschutzgebiet und auf der anderen Seite geht es um die sanfte touristische Erschließung. Auch die Wirtschaftskomponente spielt eine wichtige Rolle. Diese drei Faktoren auf einen Nenner zu bringen, ist das Ziel des Konzeptes", erklärte Gemeinderat Gerhard Reinecke (CDU).

Da der Tourismus auch ein Wirtschaftsfaktor sei, soll Reinecke als Vorsitzender des Wirtschafts- und Umweltausschusses die Leitung des Arbeitskreises übernehmen. Schliephake las eine Liste mit Namensvorschlägen vor. Im Kreis mitwirken sollen Volker Preetz aus Elsebeck, Daniela Germer aus Mannhausen, Mandy Waeke aus Grauingen, Manfred Franke aus Dorst, Vivien Krökel aus Wegenstedt und Christa Merker aus Calvörde.

Von der Verwaltung würden Silvia Dörheit und Simone Klinzmann dabei sein. Mitwirken sollen auch die Ortsteilbeauftragten sowie die Vorsitzenden der Heimat- und Kulturvereine der Gemeinde. Die Verantwortlichen der Heimatvereine sind Hartmut Sonnenschein in Wegenstedt, Otto Herms-Knake in Zobbenitz, Ingo Brune in Klüden, Kerstin Wiener in Dorst und Christa Merker in Calvörde.

Gemeinderat Thomas Lange (FUWG) aus Wegenstedt vermisste seinen Namen auf der Liste. "Ich bin Mitglied der Ortsgruppe vom BUND Wegenstedt und veranstalte seit vielen Jahren das Camp in Piplockenburg. Ich würde gern mitmischen", sagte er. Gegen Langes Wunsch hatte Schliephake nichts einzuwenden.

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