Ein neues Spielgerät kann die Gemeinde Flechtingen noch in diesem Jahr für den Radberg bekommen. Dank zahlreicher Spender konnten mehrere Vorschläge eingeholt werden. Alle Kinder konnten demokratisch über die Varianten abstimmen.

Flechtingen l Ob die Flechtinger Kinder künftig lieber in See stechen, auf einem hohen Piratenturm herumklettern, den Rücken eines großen Drachen zum Rutschen erklimmen oder sich auf einem Klettergerüst entlang hangeln möchten, dar-über konnten rund 200 Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätte, Grundschule und Jugendklub ganz demokratisch abstimmen.

Die Gemeinde Flechtingen hatte bei den örtlichen Betrieben um Spenden gebeten, um den Spielplatz am Radberg unmittelbar neben dem Schloss-See weiter beleben zu können. Dort, wo seit dem vergangenen Jahr die goldene Kuh des Luftkurortes ihren Platz gefunden hat, soll nämlich nach und nach ein Sport- und Spielparadies für die Jüngsten entstehen.

Aus der Fanta-Spielplatzinitiative vom Sommer dieses Jahres kann sich Flechtingen über ein kleines Pyramidenspielgerät freuen, denn bei der Internet-Abstimmung hatten sich so viele Bürger für Flechtingen ausgesprochen, dass sie unter den bundesweiten Gewinnern sind. Allerdings reichte es nicht für einen der ganz vorderen Plätze.

Doch mit der Sponsoringaktion und einem Obolus der Gemeinde geht es nun noch ein Stück weiter voran. "Wir hatten viel positives Echo", freut sich Gemeindemitarbeiterin Kora Duberow. Die Leiterin der Abteilung Kur und Tourismus hatte das Ergebnis der Abstimmungen in den Einrichtungen eingesammelt und ausgewertet.

"Das Ergebnis wird am kommenden Mittwoch in der Gemeinderatssitzung des Flechtinger Rates im Kurhaus ausgewertet und vorgestellt", verrät Kora Duberow.

Sie hatte drei Spielplatzgestalter angeschrieben und um Vorschläge gebeten. Die vier eingegangenen Vorschläge gingen dann zur Abstimmung in die Tagesstätte, die Grundschule und den Jugendklub. Der Hort wurde dabei nicht vergessen, aber dort seien ja die selben Kinder wie in der Schule, die dann zweimal abstimmen würden, meinte Kora Duberow.

Voller Eifer hatten sich die Kinder aus dem Kindergarten beteiligt. Für die ganz kleinen Krippenkinder, die sich noch nicht dazu äußern können, hatten sich die Eltern entschieden und abgestimmt.

"Bei uns ist das Ergebnis relativ eindeutig ausgefallen", verrät Erzieherin Angelika Mohr aus dem "Flechtinger Kinderstübchen". Es soll allerdings noch nicht verraten werden, welche der Varianten die Kinder favorisiert haben. Das Geheimnis wird am 24. September gelüftet.

Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung am Mittwoch soll die Umsetzung des Projektes in Auftrag gegeben werden. Sechs bis acht Wochen wird es dann sicher noch einmal dauern, bis die benötigten Materialien angefertigt sind, meint Kora Duberow aus Gesprächen mit den Anbietern. Wenn klar ist, welches Spielgerät genommen und wo platziert wird, kann auch die Pyramide an ihrem künftigen Platz aufgestellt werden.