"Das schlimmste Übel weit und breit, das ist der Satz: Hab keine Zeit!" Über diesen Anfang eines Gedichtes galt es, beim Familienfrühstück der Hörsinger Kirchengemeinde vielschichtig nachzudenken.

Hörsingen l An ihren Gedanken zum Thema Zeit ließ Annette Kolbig am Sonntag die Teilnehmer am Frauen- und Familienfrühstück der Hörsinger Kirchengemeinde teilhaben.

Seit gut zehn Jahren ist Annette Kolbig in der Nähe von Burg bei Magdeburg zu Hause, stammt aber ursprünglich aus Behnsdorf. Von dort hat sie die Idee des Familienfrühstücks mit in ihre Wahlheimat genommen und zelebriert es mit Gleichgesinnten seit mittlerweile zehn Jahren auch dort.

Darum war Annette Kolbig auch gern der Einladung von Iris Wild nach Hörsingen gefolgt. Die Kirchenälteste hatte bei ihr als Referentin angefragt.

So manchen Denkanstoß zum Thema "Weit und breit - keine Zeit!" wollte die Rednerin geben. Zeit zu haben für die Familie und für Freunde, das sei ein Geschenk. Wir hätten verlernt, Zeit zu haben, müssten vielmehr stets beschäftigt sein, dabei sei die Zeit an sich schon ein Geschenk. Das betrifft auch die Zeit mit Gott, das Innehalten, das Zwiegespräch mit ihm und mit sich selbst. "Wir wollen gar keine Zeit haben, denn dann kommen die Sehnsüchte und Ängste, unsere innere Stimme meldet sich", meinte Annette Kolbig, doch ihre Botschaft lautete: "Nimm dir Zeit!"

Dafür, dass an diesem Sonntag Zeit für Familie und Freunde blieb, dafür hatte die Kirchengemeinde mit einem bezaubernd herbstlich dekorierten Frühstücksbuffet gesorgt, das keine Wünsche offen ließ. Überhaupt war sowohl vor dem Dorfgemeinschaftshaus als auch im Saal alles hübsch dekoriert bis hin zu überdimensionalen Früchten aus Holz auf der Bühne. Und der Tisch war so reichlich gedeckt, dass es auch noch zu einem Brunch um die Mittagszeit gereicht hätte.

Während des Vortrages sorgte Gemeindereferent Karl-Michael Schmidt vom Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt dafür, dass die Kinder beschäftigt waren. Sie konnten aus leeren Fruchtsaftflaschen ganz einfach und schnell eine Sanduhr bauen und diese farbig gestalten.

Annett Baucke aus Behnsdorf schminkte unterdessen die Mädchen als Tiger oder Eisprinzessin. Jungen waren diesmal einfach keine dabei. Während des Kinderprogramms konnten die Jüngsten noch reichlich schlemmen, denn auf dem Basteltisch gab es allerlei Süßes und Getränke.

Froh und erleichtert zeigte sich Iris Wild, die sich gemeinsam mit dem Frauenkreis ganz viel Mühe bei der Vorbereitung gegeben hatte. So freute es sie besonders, dass sich alle vorbereiteten Tische gefüllt hatten.

 

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