Calvörde l Als Gast in der jüngsten Sitzung des Calvörder Gemeinderates machte Christa Merker, Vorsitzende des Calvörder Heimatvereins, auf ungepflegte Grundstücke aufmerksam. Dabei nannte sie als Beispiele ein verwahrlostes, leerstehendes Haus am Marktplatz und ein Grundstück mit einem besonders verkrauteten Gehweg an der Neustadtstraße in Calvörde. Christa Merker wollte wissen, was die Gemeinde tun könne, damit diese Grundstücke ansehnlicher werden. Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) erklärte, dass es Rundgänge mit den jeweiligen Ortsteilbeauftragten und Mitarbeitern des Ordnungsamtes gebe, um Sünder zur Rechenschaft zu ziehen. Er betonte, dass die jeweiligen Grundstücksbesitzer vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Flechtingen angeschrieben und aufgefordert würden, ihre Pflichten als Eigentümer nachzukommen. Falls der Eigentümer nach der festgelegten Frist dann immer noch nicht reagieren würde, gebe es die Möglichkeit, eine Firma zu beauftragen und die Rechnung dem Eigentümer zukommen zu lassen.

Leider würde es aber auch manchmal Probleme geben, den Grundstücksbesitzer ausfindig zu machen. In diesem Fall würde die Gemeinde auf den Kosten sitzen bleiben.

Die Heimatvereinsvorsitzende erinnerte daran, dass am 23. September die Jury des Landeswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" durch Calvörde geht. Christa Merker wollte wissen, ob deshalb die Gemeindearbeiter nicht in dem einem oder anderem Fall für Ordnung sorgen und so die Privatgrundstücke herrichten könnten. Dies verneinte Schliephake, denn dann könne es sein, dass diese Eigentümer sich "nach hinten lehnen" und sich darauf verlassen würden, dass die Gemeinde immer anpackt. Das sei so nicht gewollt.