Für den 9. Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" haben sich auf Landkreis-ebene 13 Orte angemeldet. Dazu gehört auch Calvörde. Vertreter des Ortes haben eindrucksvoll versucht, die Jury zu überzeugen, dass Calvörde ein besonders liebens- und lebenswerter Ort ist.

Calvörde l "Calvörde hat sich in den letzten Jahrzehnten hervorragend entwickelt. Ausschlaggebend ist sicher das Gewerbegebiet, in dem Arbeitsplätze entstanden sind. Parallel dazu gibt es das Wohngebiet Teufelsküche, in dem junge Menschen die Gelegenheit haben, zu bauen", begrüßte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) die Jury des 9. Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft".

Zur Bewertungsmannschaft gehören Beate Prange vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Mitte in Wanzleben sowie von der Kreisverwaltung Helga Sperl vom Fachdienst Schulen und Kultur, Simone Ilgenstein vom Fachdienst Natur und Umwelt und Regionalmanager Holger Mühlisch, der für die Organisation des Wettbewerbes im Landkreis Börde verantwortlich ist.

Start der Tour in Calvörde war vor dem großen Gedenkstein, der am 9. März 1913 auf dem Marktplatz zur 100-Jahr-Feier der Nationalen Befreiung von 1813 gegen die napoleonischen Fremdherrschaft mit einem Gewicht von 22 Tonnen errichtet wurde.

"Calvörde hat nicht nur eine spannende Geschichte, sondern der Ort hat viele junge Leute, die ranklotzen. Es gibt viele junge Familien, die neue Häuser bauen", schwärmte Christa Merker, Vorsitzende des Calvörder Heimatvereins, der 34 Mitglieder hat. Die ehemalige Lehrerin ist überzeugt davon, dass Calvörde eine Zukunft hat. Die Vielfalt der kulturellen Angebote und die Mischung der gewerblichen Unternehmen und sozialen Einrichtungen würden die Menschen im Ort halten. "Die Leute machen ihre Häuser und Vorgärten schön", machte sie deutlich und gestand, dass es auch einige Grundstücke gibt, die noch eine Schönheitsbehandlung nötig hätten.

Schliephake zählte auf: "Wir haben rund 1000 Arbeitsplätze. Das ist bei 1700 Einwohnern im Ort sicher bemerkenswert. Es gibt aber nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch 25Handwerksbetriebe, 27Dienstleistungs- und Gewerbeunternehmen, 2 landwirtschaftliche Betriebe sowie 12Händler und Märkte." So würden auch der Kleinhandel mit der Versorgung für den täglichen Bedarf und die sozialen Einrichtungen dem Ort zu Gute kommen.

"Wir kümmern uns um die Senioren, aber auch um die Kinder und Jugendlichen. Calvörde ist ein modernes Dorf mit einem kleinstädtischen Flair, denn wir haben sogar eine Einkaufsstraße mit kleinen Geschäften." Mit 15 Vereinen und 1000 Mitgliedern gebe es viele Angebote, um die Freizeit sinnvoll zu gestalten. Fehlen würde dringend noch ein Gastwirt, der die Waldgaststätte im Grieps wieder zum Leben erweckt.

Die Tour führte vorbei an der Kirche und an der Schule "Brüder Grimm" über die Geschwister-School-Straße und über die Bahnhofstraße zur Polschebockstraße. Manfred Franke, Ortsteilbeauftragter von Dorst, chauffierte die Jury vom historischen Kern des Ortes bis ins Gewerbegebiet, zum Sportboothafen und ins Naherholungsgebiet Grieps. Zu sehen bekam die Jury auch die Kindertagesstätte und das alte Bahnhofsgebäude, in dem der Hort und der Jugendclub untergebracht sind.

Am Bürgerhaus angelangt, hatte die Jury schon viele Impressionen gesammelt, die Heimatstube bewundert sowie Landidylle erfahren. "Mein erster Eindruck von Calvörde sind die schönen alten Fachwerkhäuser. Genauso ist die wirtschaftliche Entwicklung beeindruckend", sagte Simone Ilgenstein.

Die drei bestplatziertesten Orte auf Landkreisebene werden im November dieses Jahres eine Auszeichnung bekommen. Der Siegerort qualifiziert sich für den Landeswettbewerb, der 2015 ausgetragen wird.