Viel Arbeit und Sanierungsbedarf sieht der Bau- und Vergabeausschuss des Stadtrates von Oebisfelde-Weferlingen an der Walbecker Kindereinrichtung. Einiges davon ist sofort zu erledigen.

Walbeck l Gleich mehrere "Baustellen" hatten der Bau- und Vergabeausschuss des Stadtrates von Oebisfelde-Weferlingen am Donnerstagabend in Walbeck auf dem Programm. Bei der Kindertagesstätte (Kita) "Hagenwichtel" machte deren Leiterin Uta Wall vor allem auf die Dachfenster aufmerksam, bei denen vor einigen Monaten bei einem Starkregen das Wasser bis in den Gruppenraum gedrückt worden war und die Auslegwaren sowie Wände und Mobiliar durchweicht hatte.

"Das betrifft nicht nur ein Fenster, sondern alle drei", zeigte sie im Gruppenraum der "Waldentdecker" auf die Fenster, die ihr Sorge bereiten. Es wäre nur eine Frage der Zeit und des Wetters, bis es hier zu einem neuerlichen Wassereinbruch kommt.

Dem konnte sich der Ausschuss nur anschließen. Schnellstmöglich, so wurde im Anschluss am Beratungstisch festgelegt, sollen die drei Fenster kostengünstig erneuert werden, allerdings so, dass sie im Fall einer Sanierung der Einrichtung über das Stark-III-Programm des Landes Sachsen-Anhalt gleich wieder verwendet werden können. Denn die Stadt bemüht sich, eine energetische Sanierung für die Einrichtung mit der avisierten Landesförderung auf den Weg zu bringen.

Außerdem wurde eine regelmäßige Reinigung des Daches und der Dachrinnen durch eine Fachfirma in das Protokoll aufgenommen. Denn aufgrund der Dachneigung kommt es hier immer sehr schnell zu Verschmutzungen und Ablagerungen.

Die zweite "Baustelle" betrifft den Spielzeugschuppen auf dem Gelände der Kindertagesstätte. Der ist in einem mindestens 30 Jahre alten, holzverkleideten Bungalow untergebracht, der mittlerweile sehr undicht ist.

Ein Ersatzbau, eventuell die Umsetzung einer Blechgarage, soll dieser Misere ein Ende bereiten. Allerdings: Da sich die Kita im Außenbereich befindet, muss im Fall einer baulichen Veränderung wie angedacht eine Baugenehmigung gestellt werden. Zusätzlich Kosten würde die vorgeschriebene Einmessung bringen.

Geprüft werden soll ferner, ob eine Reparatur des Daches und eine Verkleidung des vorhandenen Baus mit Platten nicht kostengünstiger und effektiver wäre.

Der Hauptausschuss hatte in seiner August-Sitzung bereits festgelegt, dass bis 5000Euro dafür zur Verfügung gestellt werden sollen. "Aber mit diesem Beschluss ist das Geld trotzdem noch nicht da", verwies Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke) auf die haushaltstechnische Misere der Stadt. Und alle bislang erörterten Vorschläge würden diesen festgelegten Kostenrahmen sprengen. Nun soll das Bauamt alle besprochenen Varianten prüfen.

Ein drittes Problem auf dem Kita-Gelände besteht seit dem Hagelschauer vom Pfingstsonntag. Da wurde der Unterstand durchlöchert. Bis heute konnte der Schaden nicht behoben werden. "Die Versicherung zahlt den Schaden", sagte Bauamtsmitarbeiterin Sabine Fischer. Aber das hätte erst alles aufgenommen, eingereicht und begutachtet werden müssen. Bauausschussmitglied Jürgen Böttcher (CDU) dauert das viel zu lange: "Das war Pfingstsonntag, also vor Monaten. Im Ort sind längst die meisten der zahlreichen Schäden beglichen."

Wasser spielte auch beim nächsten Halt am Kantorberg eine Rolle. Dort nämlich drückt das Wasser seit dem Straßenneubau gegen ein tiefer gelegenes Grundstück und hat es bei Starkregenereignissen bereits überflutet. Schwierige Grundstücksverhältnisse, denn die Stadt verfügt nur über einen dünnen Korridor für die Verrohrung, sollen hier zunächst geklärt und eventuell ein Flächentausch oder -erwerb in Frage kommen, um die Leitungen um das Grundstück herum direkt in die neu angelegte Vorflut im Straßenkörper leiten zu können.

Die Gemeindearbeiter aus der Einheitsgemeinde sollen derweil regelmäßig den Grabeneinlauf oberhalb von Walbeck kontrollieren, damit der frei bleibt und nicht den kontinuierlichen Zulauf blockiert.

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