Hält das Wetter oder nicht? Die ersten Blicke der Ranger des Drömlings sind morgens zum Himmel gegangen. Doch es ist trocken geblieben. Sogar Sonnenschein zog viele Gäste zum Regionalfest auf das Gelände des Infohauses nach Kämkerhorst.

Mannhausen/Kämkerhorst l Auf die richtige Mischung kommt es an. Und die stimmte am Sonnabend wieder beim Regionalfest. Das Fest bot ein Programm für die ganze Familie. Dazu gehörten Bastelstationen, Köstlichkeiten aus der Region und viel Wissenswertes über Tiere und Pflanzen sowie über Bräuche im Drömling. In einer Zeit, die immer stressiger wird und in der der schnelle Imbiss die Ernährung vieler Menschen prägt, zeigten die Juniorranger mit Hilfe ihrer Familien, dass selbstgebackene Speisen aus heimischen Produkten nicht nur gesund, sondern auch überaus schmackhaft sind. Die Besinnung auf frische, qualitativ hochwertige Produkte aus der Region und die Muße, Gerichte selbst zuzubereiten und zu genießen, würden nämlich einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten. Die Lobby des guten Geschmacks überzeugte die Gäste der Genussinsel im Land der tausend Gräben.

Murina Frauendienst (5 Jahre) und Anna Röhl (11) aus Uthmöden höhlten Kürbisse aus und verpassten den Früchten lustige Fratzengesichter. Alexander Müller (11) aus Born ist bereits Juniorranger. Er hatte selbstgekochtes Holunderblütengelee und Pflaumenmus mitgebracht. Während Michel Bähker eine Rüblitorte präsentierte, hatte Klara Schiller mit ihrer Mutter einen Zucchinikuchen gebacken.

"Unsere Juniorranger haben nicht nur ganz viele Köstlichkeiten mitgebracht, sondern auch tolle Ideen", schwärmte Sabine Wieter, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Naturpark Drömling. Sie zeigte auf die verschiedenen Bastelstände, an denen auf Anleitung Kunstwerke entstanden. Über 100 kleine und große Gäste waren zum Regionalfest gekommen. "Die Kinder sollen darüber nachdenken, das sie aus Naturmaterialien ganz tolle Dinge basteln können", sagte Sabine Wieter. Ein Experiment führte Silas Nowak vor. "Ich kann beweisen, dass Stärke in der Kartoffel ist. Stärke leitet Strom. Ich stecke eine Messingschraube und ein Cent-Stück aus Kupfer in die Kartoffel", erklärte der neunjährige Oebisfelder und bat die Besucher, die Kopfhörer aufzusetzen. Erstaunt hörten die Gäste ein Zischen, das aus der Kartoffel kam.

Lothar Puppe aus Rätzlingen und sein Sohn Sven-Olaf sowie dessen Töchter Saskia und Vanessa ließen sich Hefekuchen und Pizza, die gerade aus dem Backofen gekommen waren, schmecken. Der Ofen wurde vor mehr als sieben Jahren gebaut. Seitdem ist der Besucherstrom groß, wenn der Rundbackofen angeheizt wird. Naturparkmitarbeiter Frank Wieter hatte am sogenannten Hexenofen alles unter Kontrolle. "Auf 200 Grad Celsius haben wir den Ofen angeheizt. Jetzt hat er noch 70 Grad", erklärte Wieter, der acht belegte Bleche in die Hitze schob. Während die Pizza zehn Minuten brauchte, um gar zu sein, durfte der Kuchen nur vier Minuten im Ofen bleiben. Es duftete so gut, dass Elfriede, die Maus auf dem Gelände des Info-Hauses, aus ihrem Erdloch kam, um einige Krümel zu erhaschen.

 

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