Haldenslebens Kinder- und Jugendpolitiker sind in eine neue Runde gestartet. Bei einem Auftakttreffen in der Jugendherberge sprachen sie über künftige Ziele.

Haldensleben l "Neues Schuljahr, neues Glück", umschreibt es Stephanie Koch, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule Gebrüder Alstein. Schließlich gibt es seit einigen Wochen neue Abc-Schützen, auch die meisten anderen Schüler sind eine Klasse weiter. Sie alle sollen sich mit ihren Ideen bei den Kinder- und Jugendpolitikern einbringen können. "Die meisten Mitglieder kommen derzeit aus den Grundschulen", erklärt Stephanie Koch. "Ab der dritten Klasse werden Klassensprecher und ihre Stellvertreter von den Schulsozialarbeitern gezielt angesprochen, ob sie nicht mitmachen wollen." Aber auch Sekundar- und Förderschüler sowie Gymnasiasten mischen mit. 15 von ihnen waren beim Auftakttreffen mit dabei. Allerdings rechnen die Kinder- und Jugendpolitiker noch mit deutlichem Zulauf. Denn vielerorts würden die Klassensprecherwahlen gerade erst laufen.

Wichtigster Punkt des ersten Treffens war eine Zukunftswerkstatt inklusive Ideen- findung. Dabei ging es darum, welche Projekte zukünftig angegangen werden sollen und welche bestehenden Aktionen die Kinder und Jugendlichen fortführen möchten. So ist zum Beispiel ein Kinderstadtführer geplant. "Dafür können alle ihre Lieblingsplätze und weitere Ideen zusammentragen", so Stephanie Koch. Eine Skizze mit den ersten eingetragenen Punkten gebe es bereits. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit der Kulturfabrik geplant. Sie soll dazu führen, dass im Fabrikkino mehr Kinderfilme gezeigt werden. Aber die Jugendpolitiker haben auch Größeres im Sinn. Während des Weltkindertag-Festes tagten sie zum Beispiel gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Verena Wicke-Scheil (Bündnis 90/Die Grünen) und Ralf Geisthardt (CDU) sowie Stadt-Dezernent Henning Konrad Otto. "Herr Otto hat dabei bekundet, dass die Stadt durchaus an den Ideen der Kinder interessiert ist. So sollen sie unter anderem bei der Gestaltung von Spielplätzen mit ins Boot geholt werden", sagte Stadtjugendpfleger Rolf Koppenhöfer. Außerdem konnten Kinder beim Fest ihre Wünsche auf die Blätter eines Baumes schreiben. Diesen Wunschbaum nahmen die Kinder- und Jugendpolitiker bei ihrem Treffen genau unter die Lupe. Allerdings kam auch der Spaß nicht zu kurz. So standen unter anderem auch Fußball, weitere Spiele und gemeinsames Grillen auf dem Programm. Neben Stephanie Koch und Rolf Koppenhöfer waren viele weitere Unterstützer vor Ort - zum Beispiel die Schulsozialarbeiterinnen Anne Wiesner (Otto Boye), Claudia Hoffmeister (Pestalozzi), Jana Scheffler (Erich Kästner) und Nicole Güldenpfennig (Sekundarschulzentrum). Daneben standen den Kindern auch Enrico Viohl, Koordinator des Netzwerks "Schulerfolg sichern", Margit Preuß vom CVJM und Streetworker Gerald Tiedge zur Seite. Nebenher arbeiten die Kinder- und Jugendpolitiker auch an einem eigenen Internetauftritt. Vorerst gibt es weitere Informationen unter www.haldensleben.de. Dafür müssen Besucher erst auf "Familie / Bildung", dann auf "Jugend" und schließlich auf "Jugendforum" klicken.