Dem Erhalt und der Pflege von Streuobstwiesen hat sich die AG Streuobst gewidmet. Erstmals richtete die Arbeitsgemeinschaft zusammen mit der Gemeinde erfolgreich einen Apfeltag in Flechtingen aus.

Flechtingen l Artenreichtum, Vielfalt und Lebensraum - das ist die klassische Streuobstwiese. Doch sie sind selten geworden, denn die Landwirtschaft und die Errichtung von Eigenheimen in Baugebieten an den Dorfrändern haben sie verdrängt. Die AG Streuobst möchte etwas dafür tun, dass diese artenreiche Lebensgemeinschaft erhalten bleibt. Zur AG gehören deshalb Verbraucher, Besitzer von Streuobstwiesen und Fachleute, die sich im Umweltschutz engagieren.

Zum ersten Mal überhaupt richtete die AG Streuobst im Zusammenspiel mit der Gemeinde einen herbstlichen Apfeltag am Flechtinger Haus der Jugend und Vereine aus.

Die Hasselburgerin Beatrix Zimdahl hat die Arbeits- gemeinschaft, die in Niedersachsen ansässig ist, vor einigen Jahren kennengelernt und seitdem Kontakt zu ihr gehalten. So kam ihre Anregung, den Apfeltag auch mal in Flechtingen auszurichten, zumal die AG in diesem Jahr auch in Ivenrode und Erxleben zur Streuobstwiesenernte einlädt. Alle zwei Jahr geht der Apfeltag ohnehin auf Reisen, wird immer mal an einem anderen Ort ausgerichtet, um die AG, alte Apfelsorten und das Pressen frischer Früchte bekannter zu machen. Im Jugendklub konnten die Besucher, die bei herrlichem Sonnenschein am Sonntag nicht ausblieben, eine Ausstellung alter Apfelsorten ansehen. Denn ein Anliegen der AG-Mitglieder ist es, alte Sorten nicht aussterben zu lassen, sondern wiederzubeleben. Wer wollte, konnte die fachgerechte Apfelsortenbestimmung und -beratung in Anspruch nehmen. "Das hat uns sehr gut gefallen", meinte ein Ehepaar, das extra ein paar Äpfel zur Bestimmung mitgebracht hatte. Die Beratung sei kompetent und freundlich gewesen.

Am Informationsstand vor dem Haus der Jugend und Vereine konnten Jung und Alt Birgit Wöbbeking und ihren Mitstreitern Fragen stellen oder die Arbeit der AG näher kennenlernen. Gleich nebenan der Höhepunkt für die Kinder: Sie konnten aus frischen Äpfeln selbst Saft pressen, ihn verkosten oder zum Kosten anbieten. Neben den Äpfeln gab es auch noch alte Kartoffel- und Tomatensorten, heimische Obstbäume, frische Säfte und Literatur rund um den Apfel.

Das Flechtinger "Kinderstübchen" hatte einen Bastelstand vorbereitet, der gern genutzt wurde. Im Foyer vom Vereinshaus wurden zahlreiche Kuchen, zumeist gebacken rund um den Apfel, und Kaffee angeboten. Vor dem Haus luden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.

Gleich im Eingangsbereich lockten herbstliche Dekorationstipps zum Schauen. Kürbisse in verschiedenen Größen machen Lust, selbst ein Gesicht darauf zu malen oder sie auszuhöhlen und mit Lichtern zu versehen.

Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit hatte die AG einem Apfelbaum für die Flechtinger Streuobstwiese mitgebracht. Am 11. Oktober sucht die AG Streuobst übrigens noch Erntehelfer für die Streuobstwiese bei Erxleben. Ab 10 Uhr soll es losgehen. Die Wiese liegt im Wald an der K 1146 zwischen Ostingersleben und Bregenstedt. Am Waldweg wird ein Schild den Weg weisen. Mitzubringen sind Eimer oder Körbe zum Sammeln, Gummistiefel und Handschuhe. Anfragen dazu sind bei Beatrix Zimdahl unter Telefon 039054/27315 möglich.

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