Niendorf (cbo) l Dicke Rauchwolken über einem Vierseitenhof in Niendorf bemerkte am Donnerstag gegen 7.30 Uhr ein Mann auf dem Weg zur Arbeit. Er alarmierte umgehend die Einsatzkräfte und holte mit Hilfe herbeigeeilter Nachbarn und Passanten die beiden älteren Bewohner aus dem unmittelbar an die brennende Scheune angrenzenden Wohnhaus.

Der Bewohner hatte noch im Bett gelegen, während seine Frau bereits aufgestanden war. Beide erlitten einen Schock, blieben aber ansonsten unverletzt. Um das Paar kümmerte sich zunächst eine Nachbarin.

Die eilends angerückten Feuerwehren aus Oebisfelde, Bösdorf, Weddendorf, Niendorf/Bergfriede, Buchhorst und Breitenrode konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern, doch die Scheune brannte bis auf die Grundmauern aus.

33 Kameraden aus sechs Wehren mit acht Löschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen waren vor Ort. Die Drehleiter der Oebisfelder Wehr kam bei den Löscharbeiten ebenso zum Einsatz wie im dicken Qualm drei Atemschutzgeräteträger.

Wegen dreier Propangasflaschen in der Waschküche gestalteten sich die Löscharbeiten zwischenzeitlich schwierig und gefährlich. Die Flaschen mussten zunächst geborgen und gekühlt werden, damit sie nicht explodierten.

In der Scheune befanden sich einige Tiere der Familie, die sich durch Flucht aus der Scheune vor den Flammen retten konnten.

Nach rund vier Stunden konnten die Einsatzkräfte gegen 11.15 Uhr abrücken. Die Brandwache übernahmen Kameraden aus Niendorf/Bergfriede. Zur Brandursache konnten zunächst keine Aussagen getroffen werden, die Ermittlungen laufen.

Während des Feuerwehreinsatzes musste die Bundesstraße 188 voll gesperrt werden. Die Umleitung des Verkehrs erfolgte über Bösdorf und von Miesterhorst über Rätzlingen.