110 Jahre ist die Freiwillige Feuerwehr Döhren alt. Geburtstag wurde am Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Gerade hier an der früheren Grenze hat dieser Tag besondere Bedeutung. Zu den Gratulanten gehörten auch Kameraden aus Niedersachsen.

Döhren l Der 100. Geburtstag der Wehr vor zehn Jahren ist allen noch in guter Erinnerung, das war ein riesiges Fest. Ganz so groß feierten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Döhren am Freitag zwar nicht, dennoch wurde es ein schönes Fest mit vielen Gästen aus Döhren und Nachbarorten.

Gekommen waren Kameraden der Wehr aus dem nur zwei Kilometer entfernten niedersächsischen Mackendorf. Wehrleiter Michael Fricke erinnerte an den Karfreitag im Jahr 1990. An dem 13. April 1990 öffnete sich nämlich die Grenze zwischen Döhren und Mackendorf, ein Durchbruch in der Mauer machte es endlich möglich, dass sich die Nachbarn besuchen konnten. Mit einer Feuerwehrkapelle kamen die Mackendorfer Wehrleute und weitere Einwohner nach Döhren. Die damaligen Wehrleiter Eckard Große aus Mackendorf und Hans-Wilhelm Kanitz aus Döhren sind inzwischen verstorben. Die beiden Wehren aber pflegen seit dem ersten Zusammentreffen gute Kameradschaft, besuchen sich gegenseitig zu Jahresversammlungen und anderen Anlässen.

Frank Rosburg, Ortsbürgermeister von Döhren, erinnerte an die Gründungszeit der Döhrener Wehr. Die Gründung der Wehr sei zwar auf das Jahr 1904 datiert, die alte Spritze ist jedoch bereits von 1903. Dorfbewohner hatten sich damals zusammengetan, um ihr Eigentum zu schützen.

Für ihren uneigennützigen Einsatz für andere überreichte der Ortsbürgermeister beim Geburtstagsfest Kai Gotsch, Ingo Makowiak, Martin Klinzmann, Karl-Heinz Chmelik jun., Ronny Matschke und Wehrleiter Thomas Matschke die Fluthilfe-Nadel und Ehrenurkunden.

Auch Einheitsgemeindebürgermeisterin Silke Wolf gratulierte der Wehr und dankte den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft.

Die Kameradinnen und Kameraden um Wehrleiter Thomas Matschke erwiesen sich als gute Gastgeber. Sie hatten für gute Bewirtung gesorgt und die Kameraden aus Oebisfelde gebeten, mit der Drehleiter anzurücken. Wer also einen Blick über Döhren genießen wollte, konnte in den Korb steigen, dann wurde die Drehleiter ausgefahren bis zu einer Höhe von 30 Metern. Der stellvertretende Wehrleiter Ronny Matschke ging jedes Mal mit in die luftige Höhe. Am Tag zuvor war die Drehleiter noch bei einem Scheunenbrand in Niendorf im Einsatz.

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