Über 200 Nennungen hat es beim dritten Sonnenblumenturnier in Rätzlingen gegeben. Es sind so viele Teilnehmer, wie nie zuvor. Der Hof der Familie Zamora bietet ideale Bedingungen für einen Wettbewerb mit familiärem Flair.

Rätzlingen l Obwohl viele Reiter, Pferde und Gäste unterwegs sind, strahlt das Gelände der Familie Zamora eine gewisse Ruhe und Gelassenheit aus. An den Rändern des Turnierplatzes wachsen Sonnenblumen. Die Familien der jungen Reiter haben es sich auf den Zuschauerbänken bequem gemacht. "Das Schöne an meinem Hobby ist, dass beim Reiten mein Pferd und ich ein Team sind", erklärt Anna Schmerschneider und streichelt ihrem Balou über die Mähne. Die 13-Jährige bereitet sich auf die Prüfungen vor. "Balou ist sehr gut im Springen. Manchmal ist er ziemlich hektisch, aber ich kann ihn kontrollieren. Das ist eine Herausforderung für mich. Und es macht einfach Spaß", beschreibt Anna. Sie hat sich heute zum Ziel gesetzt, eine gute Wertung zu bekommen. "Es muss nicht der erste Platz sein, aber den Erfolg wollen wir schon", gesteht die Lockstedterin. Als ihre größten Fans sind auch ihre Eltern dabei. Uta und Ortwin Schmerschneider kommen nicht nur zum Gucken, sondern sie engagieren sich tatkräftig im Verein. "Egal, ob beim Aufbau der Hindernisse, bei der Versorgung der Gäste oder bei der Pflege des Reitplatzes - wir helfen gern", versichert Uta Schmerschneider, die mit einem ganzen Team am Tag zuvor alles für das Turnier hergerichtet hat. Das familiäre Miteinander wäre das Besondere am Verein, der über 60 Mitglieder hat.

Stolz sind die Reiter nicht nur auf ihre neuen Vereins- jacken, sondern auf ein Versorgungszelt, das neu angeschafft wurde. Tellerweise stehen dort Köstlichkeiten zur Stärkung des Reitervolkes und der Gäste bereit. Scharenweise sind die Besucher aus nah und fern angerückt, um ihre Favoriten zu bewundern. Das Turnier mit den vielen verschiedenen Prüfungen endet nach etwa acht Stunden mit dem Mini-Mächtigkeitsspringen. Bei einer Höhe von 1,50 Meter gibt es mit Claudia Pfeiffer vom Reitverein (RV) Eimersleben und Julia Michel vom RV Barwedel zwei Siegerinnen. "Es war ein sehr erfolgreiches Turnier bei sehr schönem Wetter, tollen Teilnehmern und fleißigen Helfern. Es gab zum Glück keine Einsätze für die Rettungskräfte. Wir haben uns über positive Rückmeldungen von Teilnehmern gefreut, die im nächsten Jahr wieder dabei sein möchten", ziehen Oskar Zamora und Barbara Zamora-Anders Bilanz. Auch Anna freut sich über ihren Erfolg. Beim Mini-E-Springen schafft sie es mit ihrem Balou auf den ersten Platz. Dass sie im E-Springen leer ausgeht, ist Nebensache. Balou kriegt auf jeden Fall seine Streicheleinheiten und eine Extra-Portion Hafer.

 

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