Beim Junihochwasser im vergangenen Jahr drohte die Elbe den Deich bei Heinrichsberg und Glindenberg zu überfluten. Aufopferungsvoll konnten zahlreiche Helfer das verhindern. Im August haben Sanierungsarbeiten an diesem Deichabschnitt begonnen.

Heinrichsberg l Der linke Elbdeich zwischen Glindenberg und Heinrichsberg soll bis Ende 2015 komplett saniert werden. Seit Ende August arbeiten die Deichbauer an einem 930 Meter langen Abschnitt bei Heinrichsberg.

Mitarbeiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) unterrichteten am Dienstag Kommunalpolitiker der Anrainergemeinden über den Stand der Bauarbeiten. "Wir liegen bei den Arbeiten im Zeitplan", berichtete Helge Reymann, Projektleiter beim LHW, "bis Mitte Dezember soll der Erdbau abgeschlossen werden. Ob dann noch die Asphaltarbeiten für den Deichverteidigungsweg und den Deichkronenkontrollweg ausgeführt werden können, ist allerdings witterungsabhängig."

Planungen berücksichtigen auch die Bergsenkungen

Unter anderem kreuzten die Deichbauer bei den Arbeiten eine 600-er Gasleitung und eine 400-er Medienleitung. Geplantes Bauende für den ersten Abschnitt ist Ende April. Bis dahin soll auch die Rasenaussaat erfolgt sein.

Burkhard Henning hatte zuvor mit Bettina Seidewitz, Thomas Schmette, Alfons Hesse und Martin Stichnoth die Bürgermeister der Anrainergemeinden begrüßt. "Die Sanierung des linken Elbdeiches zwischen Heinrichsberg und Glindenberg ist derzeit eines unserer wichtigsten Vorhaben", betonte Henning, der noch einmal an die dramatischen Ereignisse beim Hochwasser 2013 erinnerte. Henning betonte die große Unterstützung und das Entgegenkommen aller am Projekt beteiligten Verwaltungen.

Planer Andreas Thiel erläuterte den Besuchern das Vorhaben. Er informierte auch darüber, dass die ursprünglichen Planungen nach Konsultationen mit dem Kaliwerk Zielitz noch einmal überarbeitet wurden. "Wir haben die prognostizierten Bergsenkungen für die kommenden 50 Jahre mit berücksichtigt", so Thiel.

Im Zuge der Arbeiten wird auch der vorhanden Deichkörper angefasst. "Das ist notwendig, um einen stabilen Deich zu errichten", beantwortete An- dreas Thiel entsprechende Fragen der Kommunalpolitiker, "für den Din-gerechten Ausbau ist eine gewisse Verdichtung notwendig".

Glindenbergs Ortsbürgermeister Alfons Hesse nutzte die Gelegenheit, um allen Flächeneigentümern zu danken, die die Deichsanierung und den damit verbundenen Bau einer Stichstraße unbürokratisch unterstützt hatten.

Projektleiter Helge Reymann gab noch einen Ausblick auf die beiden anderen Bauabschnitte. "Dafür sind noch Baumfällungen notwendig, mit denen der Landesforstbetrieb ab November beginnen will - sobald die Eingriffsgenehmigung vorliegt." Danach beginnen auf dem Gelände noch archäologische Untersuchungen. Ziel ist es, die Arbeiten für die beiden Abschnitte 2b und 2c bis Januar kommenden Jahres auszuschreiben.