Das Schwimmbad in Niederndodeleben soll ein neues Betriebsgebäude erhalten. Fördermittel für das Bauvorhaben sind einkalkuliert. Ein erster Vorentwurf wurde jetzt dem Niederndodeleber Ortschaftsrat vorgestellt.

Niederndodeleben l Der Magdeburger Architekt Ole Saalmann hat sich intensiv damit auseinandergesetzt, welches wohl die beste Lösung für das zukünftige Betriebsgebäude am Niederndodeleber Schwimmbad ist. Das derzeit bestehende Gebäude zu belassen und dahinter ein neues Gebäude zu bauen, schied für ihn als nicht sinnvolle Lösung aus. Seine Idee sieht vor, das bestehende Gebäude abzureißen und ein Gebäude in L-Form zu errichten.

Im Gebäude A würden ein Raum für den Schwimmmeister, die Kasse, ein Erste-Hilfe-Raum, ein Kiosk sowie die Toiletten und Umkleideräume Platz finden. Einen großen Raum, der als Werkstatt und Lager genutzt werden sollen, stellt sich Ole Saalmann im Gebäude B vor. Beide Gebäude sollen mit einer großzügigen Überdachung verbunden werden, unter der nicht nur der Eingangsbereich Platz hat, sondern sich die Gäste auch bei Schlechtwetterphasen aufhalten können.

Um nicht nur die Kosten zu minimieren, sondern auch eine zeitliche Umsetzung zwischen zwei Badesaisons zu gewährleisten, hat der Architekt für sein Projekt eine Leichtbauweise mit einer Holzkonstruktion gewählt. Eine Heizung ist erstmal nicht eingeplant. "Im Herbst könnten der Abriss realisiert und die Fundamente aufgebaut werden, das Haus könnte eventuell auch schon vormontiert angeliefert werden", erklärte Ole Saalmann.

Auf viel Gegenliebe bei den Niederndodeleber Ortschaftsräten stieß das Projekt allerdings nicht. So kritisierte beispielsweise Ratsherr Ulrich Seidel, dass nach früheren Plänen doch erst das Becken erneuert und dann das Betriebsgebäude gebaut werden sollte. Daran, dass es auch einmal eine Idee gab, dort eine Art Dorfgemeinschaftshaus oder einen Versammlungsraum in das Gebäude zu integrieren, erinnerte Ratsherr Rolf Zimmermann. Das setzte aber eine andere Konstruktion und beheizbare Räumlichkeiten voraus. Ob dagegen ein Lagerraum in dieser Größe gebraucht werde, wurde ebenfalls von den Räten angezweifelt, die zudem den Platz zur Unterbringung der Filtertechnik vermissten. "Wir sollten zukunftsorientiert denken, deshalb bin ich für eine andere Bauweise", erklärte Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid und akzeptierte dabei vielleicht auch höhere Kosten. Ulrich Seidel regte an, vor dem Hintergrund einer Gesamtkonzeption für den Sportplatz, den neu entstehenden Wasserspielplatz und das Schwimmbad das Angebot einer gastronomischen Einrichtung ebenfalls mit zu bedenken. Rolf Zimmermann warf ein: "Können wir uns das denn leisten?"

In einem waren sich letztlich alle anwesenden Ortschaftsräte einig: Das Projekt muss noch einmal überarbeitet werden. Ole Saalmann bestätigte ihnen, dass durchaus noch Umgestaltungsmöglichkeiten offen sind. Und so wird sich der Niederndodeleber Ortschaftsrat sicher noch einmal mit dem Neubau des Betriebsgebäudes beschäftigen, ehe dann irgendwann die Bau- arbeiter anrücken.