Rund 20 Millionen Euro sind im Rahmen der Europäischen Initiative "Leader" seit 2007 in mehr als 100 Förderprojekte im Flechtinger Höhenzug geflossen. Diese Bilanz hat die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) "Flechtinger Höhenzug" zum Abschluss des jüngsten "Leader"-Förderzeitraums gezogen.

Hundisburg l Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Einheits- gemeinde Hohe Börde und Vorsitzende der LAG, sprach auf einer Festveranstaltung im Schloss Hundisburg von einem Erfolg. Nach ihren Angaben flossen für die insgesamt 106 Förderprojekte seit 2007 aus Töpfen der EU insgesamt 8,36 Millionen Euro in den Flechtinger Höhenzug mit den Gemeinden Obere Aller, Flechtingen und Hohe Börde sowie den Städten Haldensleben und Oebisfelde/Weferlingen.

Gefördert wurden im Zuge der EU-Initiative Investitionen von Kommunen, Landkreis und Unternehmen. Zu den Höhepunkten zählte Steffi Trittel unter anderem die gemeinsam mit weiteren Lokalen Aktionsgruppen aus dem Börde- und Harzkreis gehobenen "Verborgenen Schätze an der Straße der Romanik" und deren touristische Vermarktung.

Die Investitionen flossen etwa zur Hälfte in Projekte zur Dorfentwicklung. Daneben wurden der ländliche Wegebau, Tourismus und Dorf- erneuerung gefördert. Davon profitierten im Flechtinger Höhenzug zum Beispiel der Bismarckturm auf dem Wartberg, die Kirche in Niederndodeleben, das Rathaus Harbke, das Hopfenhaus in Groß Santersleben, die Schaubäckerei in Calvörde sowie Schloss Hundisburg.

Dr. Ekkehard Wallbaum vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt bescheinigte den Akteuren im Flechtinger Höhenzug eine "hervorragende Arbeit". "Wir wollen eine starke, lebenswerte Region ent- wickeln", so Wallbaum in seinem Festvortrag. Die LAG "Flechtinger Höhenzug" zähle zu den Vorreitern: "Pro Einwohner wurden hier im Rahmen der ,Leader`-Strategie in zurückliegenden Förderperiode 102 Euro umgesetzt, der Durchschnitt liegt bei 67 Euro im Land." Die Projekte seien in "sehr guter Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern entstanden", betonte Wallbaum: "Die meisten Projekte leben weiter. Sie haben sich als lebensfähig und realitätsnah erwiesen."

Auch für die neue Förderperiode von 2014 bis 2020 sollen voraussichtlich EU-Mittel in ähnlicher Größenordnung bereitgestellt werden, erklärte Wallbaum. Kreative und innovative Projekte sollen verstärkt in den Fokus rücken. Konzepte und Anträge werden derzeit vorbereitet. Als Grundlage dient auch das gerade fertiggestellte Integrierte ländliche Entwicklungskonzept des Landkreises Börde. Dessen Regionalmanager Holger Mühlisch überreichte das druckfrische Werk an die Akteure vor Ort.

In der Lokalen Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug" zusammengeschlossen sind engagierte Bürger sowie Verwaltungen. Das Gebiet umfasst die Verbandsgemeinde Obere Aller, einen Großteil der Verbandsgemeinde Flechtingen, die Einheitsgemeinde Hohe Börde, die Kreisstadt Haldensleben sowie den südlichen Bereich der Stadt Oebisfelde/Weferlingen.

Bilder