Gemäß des Kommunalverfassungsgesetzes hat der Rat der Verbandsgemeinde Flechtingen die Aufstellung des Flächennutzungsplanes für das Gemeindegebiet beschlossen. Insgesamt ist das Gebiet der Mitgliedsgemeinden Altenhausen, Beendorf, Bülstringen, Calvörde, Erxleben, Flechtingen und Ingersleben 38564 Hektar groß.

Flechtingen l Mit Bildung der Verbandsgemeinde Flechtingen am 1. Januar 2010 obliegt der Gemeinde die Aufgabe der Erstellung eines Flächennutzungsplanes. "Den Auftrag für die Erarbeitung hat das Büro für Stadt-, Regional- und Dorfplanung Funke aus Irxleben bekommen. Um die Regionalentwicklung zu fördern, erhält die Verbandsgemeinde für die Erarbeitung des Planes eine finanzielle Zuwendung aus dem Programm Sachsen-Anhalt REGIO", erklärte Ursula Genz, Leiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde Flechtingen, bei der jüngsten Zusammenkunft des Rates.

Der Flächennutzungsplan bildet die planerische Grundlage zur Entwicklung des gesamten Verbandsgemeindegebietes. Aus dem Plan ergibt sich die der beabsichtigten Entwicklung entsprechende Art der Bodenutzung in den Grundzügen. "Die bisher in den Einzelgemeinden wirksamen Flächennutzungspläne gelten zwar auch nach Bildung der Verbandsgemeinde Flechtingen fort, sie können jedoch nur in einem Übergangszeitraum, der angemessenerweise bis zur Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes benötigt wird, noch geändert werden", beschrieb die Bauamtsleiterin. Sie zeigte am Beispiel der Gemeinde Hohe Börde wie so ein Flächennutzungsplan als Kartenmaterial aussehen kann. "Der Textteil der Hohen Börde umfasst zum Beispiel 183 Seiten. Es gibt ja bei uns noch Mitgliedsgemeinden, die verhältnismäßig aktuelle Flächennutzungspläne haben. Die Zuarbeit aus den einzelnen Mitgliedsgemeinden wird der Planer filtern, auswerten und bilanzieren", erklärte die Bauamtsleiterin.

Der Planer Nils Funke verwies mit dem Blick auf die Entwicklung der Verbandsgemeinde auf den demographischen Wandel. "Es ist nicht so, dass wir mit den Erwartungen herangehen, hier große Luftschlösser zu bauen oder große neue Entwicklungen anzustoßen. Wobei im Detail sich auch die einzelnen Ortschaften wiederfinden und in ihren Nischen entwickeln können", sagte Funke. Ziel sei es, mit dem Plan das Optimale für jede Gemeinde herauszuholen.

Der Flächennutzungsplan bestimme, welche Flächen im Gemeindegebiet baulich genutzt werden sollen und welche Flächen von der Bebauung freizuhalten sind.

Die Planung habe bereits im September begonnen. Im November soll es jetzt erst einmal eine Bestandsaufnahme in allen Orten mit den verschiedenen Sachverhalten geben. Bis zum Februar nächsten Jahres beabsichtigt Funke, einen Planentwurf vorzulegen. Der Vorentwurf soll dann erst mit den Bürgermeistern und dann in den einzelnen Gemeinden beraten werden. Dieser Plan-entwurf würde eine bedeutende Rolle spielen, denn er würde mit der Positionierung der Gemeinden schon eine bestimmte Richtung einschlagen. Alles was später dann eingebracht werde, müsste besonders begründet werden. Durch die verschiedenen Räume in den Verbandsgemeinden, wie die Lage am Mittellandkanal oder an der Autobahn, würden auch die Orte unterschiedliche Potenziale bieten.

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