So mancher Einwohner der Verbandsgemeinde Flechtingen wird sich am Sonnabend besorgt nach den vielen Feuerwehrfahrzeugen umgesehen haben, die mit Blaulicht und Martinshorn durch die Straßen gebraust sind. Es stand eine Übung an.

Flechtingen l Zum Glück entpuppte sich die ungewöhnliche Fahrzeugbewegung als große Übung. "Wir haben zum ersten Mal überhaupt in einer solchen Größenordnung gemeinsam geübt", sagt Gemeindewehrleiter Friedbert Kloß, froh, dass alle lange geplanten Abläufe so gut funktioniert haben.

74 Kameraden aus 12 Feuerwehren der Verbandsgemeinde nahmen am Sonnabend in 3 Mannschaftszügen an der ersten Großübung teil, die die Gemeindewehrleitung in aufwändiger Vorbereitung auf die Beine gestellt hatte. Außerdem nahm der Ortsverband Haldensleben des Technischen Hilfswerkes an der Übung teil. Er wurde am Erxleber Bahnhof aktiv.

Mehrere Stationen und Aufgaben waren während der sechsstündigen Übung anzufahren und im Wechsel abzuarbeiten. Im Unternehmen HaTeFo in Calvörde lernten die Frauen und Männer die Örtlichkeit kennen, um im Brandfall schnell reagieren zu können. Im Flechtinger Gerätehaus gab es eine Digitalfunkausbildung. "Alle Kameraden sind damit ausgestattet, aber nicht alle beherrschen die Technik schon", begründete Andreas Wolter diese Station. Außerdem diente das Gerätehaus als Versorgungsstützpunkt, für den Maik Wellmann verantwortlich zeichnete. Am Erxleber Bahnhof wurde eine weitere Übung abgehalten. Die drei Mannschaftszüge, schwerpunktmäßig für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung im Einsatz, bewegten sich nach einem genauen Zeitplan von Standort zu Standort. Frauke Ueckert, Beauftragte vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde für die Feuerwehr, beobachtete das Treiben.

Die genaue Koordinierung lag in den Händen der Einsatzleitung, die im neuen Einsatzleitwagen am Gebäude der Verbandsgemeinde in Flechtingen Aufstellung genommen hatte.

Friedbert Kloß, Andreas Wolter, Frank Alvermann und Maik Wellmann, die bilden die ehrenamtliche Gemeindewehrleitung der Verbandsgemeinde, hatten sich die wichtigsten Aufgaben geteilt und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Alles klappte so gut, dass rund eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende die Auswertung erfolgen konnte.

"Natürlich werden wir die Übung weiter auswerten und bitten euch, uns mitzuteilen, was wir beim nächsten Mal besser oder anders machen können", sagte der Gemeindewehrleiter beim abschließenden Appell aller Teilnehmer. Schließlich liege ein optimaler Einsatzablauf vor allem im Sinne der Kameraden.

Für zwei weitere Mannschaftszüge der Verbandsgemeindefeuerwehr mit dem Schwerpunkt Wasserversorgung und technische Rettung/Hilfeleistung wird es ebenfalls noch eine gemeinsame Übung geben.

 

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