Der Bürgerverein Weferlingen muss kräftig Spen- den sammeln, um das Mausoleum sanieren lassen zu können. Einige Schäden ließ der Verein gleich beheben, um den weiteren Verfall aufzuhalten. Veranstaltungen helfen, Mittel für die Sanierung anzusparen.

Weferlingen (aro) l Das Gerüst ist wieder abgebaut. Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth steht wieder frei da. Das Gerüst war nötig, damit ein Gutachter und Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege das barocke Denkmal in Augenschein nehmen konnten. Der Bürgerverein Weferlingen hat sich vorgenommen, das Mausoleum sanieren zu lassen, und dafür müssen zunächst die Schäden detailliert ermittelt werden. Das Gutachten soll auch die Kosten für die Sanierung ausweisen.

Bei der Begutachtung wurde festgestellt, dass das Dach Schäden aufweist und Figuren locker sind. Daher hat der Bürgerverein zunächst das Dach abdichten und eine Notsicherung für lockere Teile vornehmen lassen. Jetzt muss das Gutachten abgewartet werden.

Mit verschiedenen Aktionen sammeln die Vereinsmitglieder weiter Spenden für die Restaurierung des Denkmals an der St.-Lamberti-Kirche. Am Tag des offenen Denkmals wurde das obere Podest im Aussichtsturm Grauer Harm vergeben. Zuvor hatte der Bürgerverein in Abstimmung mit dem Ortschaftsrat schon alle Stufen und Podeste symbolisch für Spenden "verkauft". Die meisten Stufen tragen bereits die Namen der Spender. Das obere Podest sollte an den Meistbietenden vergeben werden. Das höchste und auch das einzige Gebot hatte Dietmar Steffens, Inhaber des Autohauses Heinicke, abgegeben. Dietmar Steffens hat für den guten Zweck schließlich sein Gebot noch auf 1000 Euro erhöht.

Auch beim "Süßen Tag" wurde wieder für die Sanierung des Mausoleums gesammelt. Die Ausstellung über die Geschichte der Zuckerfabrik Weferlingen hatte am "Süßen Tag" über 200 Gäste angezogen und am folgenden Sonntag in den zwei Stunden, in denen auch Heimat- und Apothekenmuseum und Aussichtsturm geöffnet waren, noch mal rund 70 Besucher. Bernd Hoffmann hatte die Ausstellung vorbereitet. Der Weferlinger hat von 1976 bis 2013 in der Zuckerindustrie gearbeitet. Zunächst als Betriebsingenieur und Leiter für Produktion und Technik und in den zurückliegenden Jahren als Projektingenieur und Berater im Auftrag von Nordzucker im Ausland. Besonders freute er sich über die große Unterstützung von anderen ehemaligen Zuckerfabrikmitarbeitern, die Fotos und Dokumente zur Verfügung gestellt hatten, und über den Besuch von Karl Meier. Der Gast war von 1964 bis 1973 Betriebsingenieur in der Zuckerfabrik in Weferlingen, dann Produktionsleiter in Haldensleben und ab 1991 zunächst Aufbauleiter und später Werkleiter in Klein Wanzleben. Für den "Süßen Tag" 2015 soll die Ausstellung erweitert und verändert werden.

Der Bürgerverein hat inzwischen 51 Mitglieder. Die meisten sind Weferlinger, am "Süßen Tag" ist aber auch ein Potsdamer mit Weferlinger Vorfahren in den Verein eingetreten, um das Engagement zu unterstützen. Eine Winterpause gibt es für den Verein nicht, in den nächsten Wochen laufen die Planungen für das nächste Jahr an. Das Jahr klingt mit einem unterhaltsamen Abend zur Weihnachtszeit am 4. Dezember aus.

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