Einwohner von Elsebeck zeigen, was sie mit Eigeninitiative alles erreichen können. Über 20 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder sind dem Aufruf des Fördervereins der Feuerwehr gefolgt, um beim Arbeitseinsatz das Geschaffene zu säubern und Platz für die nächsten Vorhaben zu schaffen.

Elsebeck l Sonnabend 14 Uhr: Aus allen Ecken von Elsebeck kommen Leute, die mit Arbeitsgeräten gewaffnet sind, zum ehemaligen Kindergarten. Das Dorfgemeinschaftshaus ist Domizil für alle Generationen. Wehrleiter Torsten Germer und Volker Preetz, Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr, haben beim schweißtreibenden Einsatz das Kommando. Aber auch ohne Anweisungen weiß jeder, was zu tun ist. "Heute erfolgt die Grundreinigung, damit wir die nächsten Aufgaben planen können. Dazu gehören Arbeiten, die im hinteren Raum in den Wintermonaten erledigt werden können", erklärt Preetz. Er betont, dass durch die Eigeninitiative 2014 mehr geschafft wurde, als zuvor auf der Agenda stand. Eigentlich sollte nur das angrenzende Gebäude, in dem sich eine Wohnung befand abgerissen und der Giebel erneuert werden. "Jetzt haben wir auch noch im hinteren Bereich des Hauses den ausgedienten Fußboden und die alte Zimmerdecke rausgenommen und mit dem Einbau der neuen Decke begonnen", beschreibt der Vorsitzende. Demnächst soll die Decke isoliert und mit Platten versehen werden.

Beim Arbeitseinsatz wird gleich noch das Dach winterfest gemacht. Im Frühjahr ist der vordere Bereich dran. Auch dort müssen Fußböden und Zimmerdecken erneuert werden. "Das große Ziel ist, dass wir im nächsten Jahr die Zwischenwand herausnehmen, damit wir einen großen Raum für Veranstaltungen haben", blickt Preetz voraus.

"Ich möchte helfen und bin zum ersten Mal bei einem Arbeitseinsatz dabei", erklärt Erika Fehse, die mit Schrubber und Wischeimer ausgerüstet ist. "Die Gemeinde Calvörde finanziert die Materialien für die Werterhaltung dieses gemeindeeigenen Objektes. Aber auch für die Arbeiten, bei denen Fachfirmen zum Einsatz kommen, stellt die Gemeinde Geld zur Verfügung", sagt Preetz. "Wir kennen die finanzielle Situation der Gemeinde, deshalb geht es nur mit Eigeninitiative", weiß er und schätzt, dass das Vorhaben mindestens noch zwei Jahre dauern wird.

"Für uns ist es selbstverständlich, dass wir heute helfen", sagt der 18-jährige Johannes Franke. Besonders wichtig sei, dass die Jugend mit anpackt. Die Kinder und Jugendlichen sollen mit dem Bürgerhaus mitwachsen, sich mit dem Gebäude identifizieren und sich so mit dem Ort verbunden fühlen.

Nach getaner Arbeit schmieden die Elsebecker beim Grillen neue Pläne. Als nächste Veranstaltung steht am 6. Dezember der Weihnachtsmarkt auf dem Hof des Dorfgemeinschaftshauses an. Zeitgleich sind die Senioren wieder in einem der erst einmal provisorisch hergerichteten Räume zu einer Adventsfeier eingeladen.