Kaninchen, Hühner und Tauben unter einem Dach hat es bei einer Ausstellung in Niederndodeleben lange nicht gegeben. Mit der Gemeinschaftsschau von Niederndodeleber und Irxleber Kleintierzüchtern begann eine neue Ära.

Niederndodeleben l "Wir haben es wieder geschafft, eine schöne Schau zusammenzustellen - mit mehr Tieren als im vergangenen Jahr", erklärte Hendrik Arendt als Vorsitzender des Niederndodeleber Kaninchenzuchtvereins zur Eröffnung der diesjährigen Schau. Die höhere Tierzahl hatte eine Ursache, denn erstmals hatten sich die Niederndodeleber Rassekaninchenzüchter auf eine Gemeinschaftsschau eingelassen - gemeinsam mit den Rassegeflügelzüchtern aus Irxleben. Diese hatten, nachdem die alte Schule in Irxleben verkauft worden ist, keine Möglichkeit mehr, ihre Tiere zur Schau zu stellen.

Dass die fünf Irxleber Züchter ihre Zuchterfolge nun in Niederndodeleben zeigen konnten, schätzte auch die Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel. "Jetzt haben wir hier eine Kleintierschau, man wird begrüßt von den Hühnern und kann dann im nächsten Raum die Kaninchen der unterschiedlichen Rassen angucken", erklärte sie und bezeichnete die Schau als einen "Höhepunkt in der Hohen Börde".

Die Schirmherrschaft für diese Ausstellung hatte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, der im benachbarten Wellen zu Hause ist, übernommen. Nicht nur weil sich diesmal Kaninchen und Geflügel die Ausstellungsräume teilten, war die Schau etwas Besonderes für ihn. "Wenn ich sonst immer hierher gekommen bin, dann war das immer der Winterbeginn, heute ist es die erste Ausstellung bei frühlingshaften Temperaturen", sagte er.

Ob Frühling oder Winter, die Kleintierzüchter müssen stetig für ihre Tiere da sein. Deshalb lobte Niederndodelebens Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid auch das Herzblut, das die Vereinsmitglieder bei der Zucht an den Tag legen, um qualitativ gute Tiere aufzuziehen.

Und viele von den ausgestellten Tieren - egal ob Huhn, Taube oder Kaninchen - konnten sich nicht zuletzt vor den geschulten Augen der Preisrichter sehen lassen. Einige erhielten mit "vorzüglich" das höchstmögliche Prädikat, auch wenn Hendrik Arendt darauf verwies, dass die Zahl der "nb" (nicht befriedigend) diesmal sehr hoch war.

Auch Thomas Krause, der den Kreisverband der Rassegeflügelzüchter Ohrekreis vertrat, war von der Gemeinschaftsschau mit insgesamt 224 Tieren beeindruckt. Dennoch ließ sich das Nachwuchsproblem nicht vom Tisch wischen. Lediglich 17 Aussteller hatten das Tiermaterial zusammengetragen. "Besonders die Irxleber haben große Verluste zu verkraften gehabt. Doch mit dem Nachwuchs haben wir alle Probleme, wir müssen neue Wege finden", so Krause.