Besonders am späten Nachmittag herrscht in Rogätz derzeit Ausnahmezustand. Viele Kraftfahrer wollen den Stau auf der Autobahn A2 umgehen und die Elbfähre nutzen. Dabei müssen sie aber teilweise längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Rogätz l Bis zum Sportplatz staute sich am Freitagabend die Fahrzeugschlange zurück. "Ich stehe schon fast zwei Stunden hier", schimpfte ein frustrierter Autofahrer aus Bayern, der nach Berlin wollte.

Die Nerven liegen bei vielen Kraftfahrern blank, so dass sie manchmal glauben, die Straßenverkehrsordnung außer Kraft setzen zu müssen. Da wird dann schon mal die Einbahnstraße in entgegengesetzter Fahrtrichtung genutzt oder bei Ausweichmanövern über die Grünflächen am Friedhof gefahren. Während die Rogätzer wissen, wie sie der Staufalle entkommen, irren einige Auswärtige scheinbar ziellos durch den Ort.

"Wir tuen, was wir können", versichert Fährmann Marko Knuth, "bei Bedarf fahren wir auch länger." So pendelte die Elbfähre am Freitag noch zwei Stunden länger als gewöhnlich zwischen dem Ost- und dem Westufer. "Eigentlich ist um 19 Uhr die letzte Fahrt, aber am Freitag sind wir bis 21 Uhr übergesetzt", so der Fährmann. Bis zu acht Pkw finden auf seiner Fähre Platz.

Voraussichtlich bis Weihnachten sollen die Arbeiten an der Autobahnbrücke noch andauern. Fast täglich kommt es zu kilometerlangen Staus und zu Auffahrunfällen vor der nur einspurig passierbaren Baustelle. Auch die Ausweichstrecken sind dann verstopft.