Es ist vollbracht. Die Trauerhalle auf dem Berenbrocker Friedhof ist nun ein Ort, der einen würdigen Rahmen bietet. Die kommunale Gemeinde Calvörde hat das Vorhaben mit über 40000 Euro finanziert. Bei einem Gottesdienst hat Pfarrer Jürgen Dittrich die Glocke geweiht.

Berenbrock l "Zum Leben gehört auch der Tod. Deshalb ist es die Aufgabe der kirchlichen Gemeinschaft und der staatlichen Gemeinde, für den Abschied von den Verstorbenen einen würdigen Rahmen zu schaffen - sowie den Trauernden beizustehen", sagte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliep- hake (CDU) bei der Einweihung der Kapelle auf dem Friedhof in Berenbrock. Aus diesem Grund habe sich damals die Gemeinde Calvörde entschlossen, die kleine Trauerhalle zu sanieren. Den Anstoß dazu gab im Besonderen Helmut Lüders. Der 76-jährige Berenbrocker hatte vor über drei Jahren bei einer Gemeinderatssitzung auf den miserablen Zustand der alten Kapelle aufmerksam gemacht. Auch Lüders war bei der Einweihung und im Frühjahr bei dem Arbeitseinsatz auf dem Gottesacker dabei.

Im Rahmen der Neugestaltung der Kapelle wurde auch eine Glocke samt Turm auf dem Friedhofsgelände aufgestellt.

Schliephake bedankte sich bei den Baufirmen, bei den Gemeindearbeitern, die insbesondere ihren Anteil beim Aufstellen der Glocke hatten sowie bei allen Gemeindemitgliedern, die das Projekt unterstützt und vorangebracht hatten. "Neben der Hauptfinanzierung durch die Gemeinde hat auch die hiesige Jagdgenossenschaft einen nicht unwesentlichen finanziellen Beitrag einfließen lassen", hob der Bürgermeister hervor.

Über 40000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet. "Die Glocke haben wir von den Elsebeckern bekommen. In der Kirche des Nachbarortes gab es nämlich eine zweite Glocke, die vor einigen Jahren eingeweiht wurde. Und weil Berenbrock keine eigene Kirche und somit auch kein Glockenspiel für Beerdigungen hatte, wurde der Glockenturm errichtet und die Glocke fachgerecht befestigt", erklärte Hubertus Nitzschke (FUWG), Ortsteilbeauftragter von Berenbrock und Mitglied im Calvörder Gemeinderat. Nitzschke hatte damals zum Arbeitseinsatz aufgerufen. Ein Dutzend freiwilliger Helfer kamen daraufhin, um ausgerüstet mit Gerätschaften und Baumaschinen mit anzupacken und das Umfeld der Kapelle auf Vordermann zu bringen.

Pfarrer Jürgen Dittrich hielt nun in der neuen Friedhofskapelle einen Gottesdienst. "Glocken spielen im Leben einer jeden Gemeinde eine große Rolle. Glocken läuten zu den Gottesdiensten, die Tage ein und aus. Auch Silvester hören wir die Glocken. Sie rufen in uns eine besondere Stimmung hervor", sagte der Pfarrer und beschrieb: "Glocken sind mehr als irgendein totes Ding - sie strahlen eine Lebendigkeit aus." Glocken seien seit Generationen das verbindende Kulturgut. Der Klang einer Glocke sei aber auch ein Stück Heimat.

Nitzschke lud anschließend alle Anwesenden zu einem geselligen Beieinander bei Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus ein.