Rätzlingen (aro) l Die Mädchen und Jungen der Kindereinrichtung Drömlingsspatzen kennen die Geschichte vom heiligen Martin, der im Jahr 316 nach Christus als Sohn eines römischen Offiziers in Pannonien geboren wurde. "Mit fünfzehn Jahren wurde Martin Soldat. Als er an einem kalten Wintertag an einem hungernden Bettler vorbeiritt, teilte er seinen Mantel", weiß Clara. Frieren und hungern musste in Rätzlingen am Freitagabend niemand, denn es gab Hörnchen. Durch Schnee und Wind, wie im Liedtext beschrieben, musste sich Martin bei seinem Ritt durch Rätzlingen nicht kämpfen. Milde Temperaturen gönnten den Laternenträgern und ihren Familien einen stimmungsvollen Umzug von der Tagesstätte zum Gotteshaus. Kirchengemeinde und Tagesstätte hatten zum Martinsfest, das eigentlich erst am 11. November gefeiert wird, aus organisatorischen Gründen schon einige Tage früher eingeladen. Aurelien Siegling durfte auf ihrem Pony sitzend als Sankt Martin den Umzug anführen, während die Brandschützer den Verkehr stoppten. In der Kirche wartete Pfarrer Jörg Oehlmann auf die Gäste. Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte spielten die Legende vom heiligen Martin. Zum Ende des Gottesdienstes verschenkte Clara Schiller mit ihren Freunden die Hörnchen, die die Gäste miteinander teilten.