Oebisfelde l Die Mitglieder des Oebisfelder Fördervereins Erhalt der Nicolaikirche haben ihr nächstes Projekt zur umfassenden Sanierung des Gotteshauses angeschoben. Seit einigen Tagen arbeiten Dachdecker am über 100 Jahre alten Haus.

"Zuerst wird die Nordseite des Schiffes neu eingedeckt. Anschließend folgt dann der südliche Abschnitt", erklärte Wilhelm Schrader, Vorsitzender des Fördervereins.

Bevor die Dachdecker ihres Amtes walten konnten, hätte allerdings die Dachkonstruktion minimal verändert werden müssen. Das sei in Absprache mit dem Denkmalschutz geschehen. Ausgespart von den Arbeiten sei der sogenannte Chorraum am südlichen Ende des Hauses geblieben, wie Schrader informierte.

Die dort befindlichen Ziegel seien noch gut erhalten. Und das nach über 100 Jahren. Denn sie stammen noch vom Neubau des Hauses. Errichtet wurde die Kirche in ihrem jetzigen Aussehen in den Jahren 1895/96.

Nicht so alt ist indes der Förderverein. Er wurde 1999 aus der Taufe gehoben. An der Spitze stand dabei von Beginn an Wilhelm Schrader. Vor allem seinem Engagement sei es zu verdanken, dass aus der Nicolaikirche keine Ruine geworden ist. Denn der Verfall habe nach der Schließung im Jahr 1977 fortschreiten können.

Das Wetter, einfliegende Tauben und auch mutwillige Zerstörungen hätten dem Haus arg zu schaffen gemacht. Dem schoben Schrader und seine Mitstreiter um den jahrelangen stellvertretenden Vorsitzenden Eberhardt Helmecke mit der Vereinsgründung und dem sofort einsetzenden Engagement einen Riegel vor.

Nach 15 Jahren Förderverein und Sanierung habe sich die Kirche mittlerweile zu einem beliebten kulturellen Treffpunkt entwickelt.