Angesichts von 300 Besuchern im Haus der Generationen und Vereine steigerte sich das Lampenfieber bei den Hobbyschauspielern vom Weferlinger Kindercampus gehörig. Mit so vielen Zuschauern hatten sie nicht gerechnet.

Weferlingen l Leicht ins Schwitzen gerieten die Organisatoren des sonntäglichen Familiennachmittages angesichts des Besucherstromes im Haus der Generationen und Vereine in Weferlingen. Mehrfach mussten Stühle nachgeholt werden, um allen Platz zu bieten. Dabei hatten sich die Kinder bereits auf Decken vor der Bühne ausgebreitet.

"Mit so einer Resonanz hatten wir nicht gerechnet", meinte Mitorganisatorin Antje Almus-Walther vom Elternkuratorium der Weferlinger Tagesstätte. Sie begrüßte darum mit einiger Verspätung alle Besucher, die sich bereits mit Kaffee und Kuchen sowie für die Kinder frischer Zuckerwatte eingedeckt hatten. Als Anlass hatten die Eltern und Erzieher das 25-jährige Jubiläum der Grenzöffnung genommen, das dieser Tage vielerorts gewürdigt wird.

Bevor der Höhepunkt des Nachmittages, die Märchenaufführung begann, hatten die Jüngsten ihren großen Auftritt. "Wie gut, dass es die Sonne gibt" und "Meine Heimat ist ein kleiner blauer Stern" sangen die Kinder und erzählten auch, warum sich die Bäume im Herbst entkleiden.

Für Schwung sorgten im Anschluss die "Minimäuse" und die "Tanzmäuse" des MTV Weferlingen unter der Leitung von Manuela Ahlers und ihrem Betreuerteam mit ihren modernen Tänzen.

Für die Aufführung von "Die goldene Gans" hatte sich die Kulisse gegenüber der Premiere im Kindercampus ein wenig verändert und vergrößert.

Märchenoma Brigitte Rühl begann aus ihrem dicken Buch "Es war einmal ..." vorzulesen und überbrückte kurze Wechsel gekonnt mit ihrem Vorlesen. Die Szenen spielten sich im Wald, Schloss und Wirtshaus ab. Viel Lob gab es für Maik Preikschas, der in einer Hauptrolle den Schustersohn Klaus verkörperte und sowohl beim Singen, als auch beim Spielen und bei seinen Texten sein vielseitiges Talent unter Beweis stellte.

Seine faulen Brüder Kunz und Franz wurden von Nina Hoffmann und Antje Kraul gespielt. Gleich drei Rollen als altes Mütterchen, einem trinkfesten und einem unersättlichen Mann hatte Christine Sobczyk inne.

Die neugierigen Wirtstöchter, die als erste an der goldenen Gans kleben blieben, setzten Antje Almus-Walther und Gabi Jensch in Szene. Ihren Vater spielte Susanne Richter, der mit Erik Walther und Kathrin Lübke zwei Musikanten in seiner Herberge bewirtete. Im Schloss residierten Candy Starruß als König und Patricia Krüger im traumhaften weißen Kleid als Prinzessin. Als Wachen fungierten Anne Riddler und Jana Malicke. Ihnen allen wurde am Ende eines unterhaltsamen Spiels lang anhaltender Applaus zuteil.

Antje Almut-Walter dankte allen Helfern und Unterstützern vor und hinter den Kulissen, die zum Gelingen eines bislang einzigartigen Familiennachmittages beigetragen hatten. Stellvertretend nannte sie Volker Marquardt, der an diesem Nachmittag für den guten Ton, sprich die Lautsprecheranlage, sorgte.

Ebenfalls geöffnet hatte eigens für den Tag das Heimat- und Apothekenmuseum.

 

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