Haldensleben l Die Künstlergilde hat eine neue organisatorische Leiterin. Das gab Barbara Hoeft bei der Vernissage der Jahresausstellung in der Kultur- fabrik bekannt: "Über viele Jahre hinweg stand hier Dr. Hans-Joachim Büchel", sagte sie in ihrer Begrüßung. "Als organisatorischer Leiter war er die gute Seele der Gilde. Aber mit dem heutigen Tag hat er seine Aufgaben an mich übertragen." Gleichwohl werde Hans-Joachim Büchel Mitglied der Gilde bleiben. Künstlerischer Leiter ist weiterhin Jochen P. Heite.

In der Ausstellung zu sehen sind etwa 100 Werke. "Es sind alles Premieren. Die Werke wurden noch nie der Öffentlichkeit gezeigt", hob Petra Dittrich, Mitarbeiterin der Kulturfabrik, hervor. Das Spektrum der Arbeiten ist groß. Neben Collagen sind auch Malereien, Handzeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Kalligraphien zu bestaunen. Als Künstler sind vertreten: Karin Walter, Renate Henke, Barbara Hoeft, Dr. Elke Oeltze, Herta Suppe, Dr. Hans-Joachim Büchel, Sylvia Walther, Horst Menzel, Ingolf Wagner und Gerhard Wollny.

Jochen P. Heite stellte den mehr als 100 Gästen der Vernissage in seiner Rede Besonderheiten im Stil der Künstler vor. So handele es sich bei Hans-Joachim Büchels Stilleben um "Meisterleistungen mit einem feinen Sinn für das Wesentliche". "Wenn Ingolf Wagner Aufnahmen von Gebirgen macht, gibt er dem Betrachter das Gefühl, an einem Abgrund zu stehen", fuhr Jochen P. Heite fort. "Frau Hoeft hat mit Farbfeldmalerei begonnen. Mittlerweile macht sie auch wunderbare, abstrakte Sandsteinfiguren."

Allgemein hob er die Ungebundenheit der Gildenmitglieder hervor: "Sie sind freier als ein professioneller Künstler, der seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Das ist ein wesentlicher Vorteil." Auf diese Weise müssten sie sich keinen Konventionen beugen. "Sie wollen malen, können malen, müssen es aber nicht", erklärte Jochen P. Heite.

Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgten Arvid Kersten, Fritjof Kersten und Loisa Carolin Timm als Schüler der Kreismusikschule Wolmirstedt/Haldensleben. Wer die offizielle Eröffnung verpasst hat, kann die Bilder noch bis zum 3. Januar betrachten. Bis dahin ist die Ausstellung der Künstlergilde zu den Öffnungszeiten der Kulturfabrik geöffnet.

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