Vielbefahrene kurvenreiche Straßen direkt vor dem Beendorfer Kindergarten und am Schulweg der Grundschüler - die Eltern möchten größtmögliche Sicherheit für ihre Kinder und haben dar-über vor Ort mit Amtsvertretern gesprochen.

Beendorf l Aus Sorge um die Gesundheit der Kinder aber auch älterer Menschen starteten Nico und Tina Tylewski von der Beendorfer Elterninitiative eine Einladung an die Landesstraßenbaubehörde Sachsen Anhalt.

Der örtliche Kindergarten "Spatzennest" liegt direkt an der stark befahrenen Landestraße 20, die in Richtung Helmstedt führt. Aus Richtung Helmstedt kommend erstreckt sich eine schlecht einsehbare S- Kurve entlang des Kindergartens. Gerade zu den Pendlerzeiten in den Morgen- und Nachmittagsstunden kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen und -gefährdungen, zum einen durch parkende Fahrzeuge vor dem Kindergarten, aber auch durch zu schnell fahrende Pkw aus Richtung Helmstedt.

"Die Lage birgt potenzielle Gefahren für unsere Kinder, zumal verkehrstechnisch nicht einmal etwas auf einen Kindergarten hinweist", sagt Nico Tylewski. Über eine Anfrage an die Landesstraßenbaubehörde wurden mehrere Ideen zur Entschärfung und Verbesserung der Verkehrslage durch die Elterninitiative eingereicht.

Unter anderen sollte geklärt werden, inwiefern eine 30-km/h-Zone, Hinweisschilder auf einen Kindergarten, ein Verkehrsspiegel oder ein Fußgängerüberweg in Betracht kämen.

Am Dienstagvormittag kam es zu einer Begehung mit Friedbert Kloß vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Börde, Uwe Preuß von der Landesstraßenbaubehörde, Hans-Jürgen Schlaphof von der Polizei, Antje Jacobs vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Flechtingen und den Eltern Nico und Tina Tylewski. Dabei wurde über mehrere Szenarien gesprochen, wie die Einrichtung eines Verkehrsspiegels, um die Kurve, aber auch die Abbiegung Richtung Schwanefeld/Kloster besser einsehen zu können. Selbst ein absolutes Halteverbot vor dem Kindergarten wurde von Uwe Preuß angesprochen. Damit würde das Problem allerdings nicht gelöst, sondern nur auf die Anrainerstraße "Im Kloster" verschoben, meinten die Elternvertreter.

Der Parkplatz des Kindergartens sei viel zu klein, dadurch bleibe auch keine andere Möglichkeit, als direkt vor dem Kindergarten zu halten. Nico Tylewski wird das Thema Parken mit in den Gemeinderat nehmen, um dort die Situation zu beraten.

Zum Thema Zebrastreifen, teilte Friedbert Kloß mit, dass die Hürden einfach zu hoch lägen, um eine solche Verkehrseinrichtung in Beendorf genehmigt zu bekommen. Auch dürften die verkehrsrechtlichen Aspekte dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Der Vertreter der Polizei sagte für die kommenden Wochen eine Verkehrszählung zu, um daraus weitere sicherheitstechnische Maßnahmen ableiten zu können.

Um kurzfristig einen ersten Erfolg zu erzielen, wird die Landesstraßenbaubehörde aus allen Fahrtrichtungen kommend Hinweisschilder mit der Aufschrift "Kinder" anbringen, um gerade ortsfremde Fahrer auf die Kindereinrichtung aufmerksam zu machen.

Zudem kommt vor dem Kindergarten zunächst ein eingeschränktes Halteverbot hin, wobei hier die Eltern bis zur Klärung weiterhin die Möglichkeit erhalten, kurz zu halten, um ihre Kinder abzugeben beziehungsweise wieder abzuholen. Einen weiteren Brennpunkt sehen die Eltern im weiteren Verlauf der Landesstraße 20 in Richtung Morsleben. Dort kreuzen Schulkinder, zum Teil auch mit dem Fahrrad, von der Lindenberggasse die Straße, um den Rundahlsweg (Schulweg) zu erreichen. An dieser Stelle sei die Straße zwar besser einsehbar, sagte Nico Tylewski, dafür verführt allerdings die gut ausgebaute Straße zum schnellen Fahren, was wiederum eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer darstellt. Dazu kommt, dass der befestigte Fußweg erst über einige Meter Umweg erreicht werden kann. "Hier wurde uns erst einmal schnelle Abhilfe zugesagt", so die Elternvertreter.

Die Initiative möchte auf jeden Fall mit den Behörden in Kontakt bleiben und sich über aktuelle Ideen und Anpassungen abstimmen.