Haldensleben l Die Zahl der Kinder, die in Haldensleben die städtischen Grundschulen besuchen, wird nach Ansicht der Stadtverwaltung in den nächsten Jahren steigen. Aus diesem Grund ist eine Neufassung der Schulsatzung notwendig, da diese unter anderem auch die Kapazitäten der drei Grundschulen in städtischer Trägerschaft regelt.

Unverändert soll die Kapazitätsgrenze für die Grundschule "Gebrüder Alstein" bleiben. Das Gebäude an der Rottmeisterstraße ist für 182 Mädchen und Jungen ausgelegt.

Verschoben werden soll dagegen die Absenkung der Kapazitätsgrenzen für die Otto-Boye-Schule. Sie wird zunächst auch weiterhin bei 220 liegen. Erst zum Schuljahr 2019/2020 ist vorgesehen, sie auf 210 abzusenken und um jeweils weitere fünf Plätze dann in den beiden Folgejahren. Die Zielstellung von 200 Schülern soll zum Schuljahr 2021/2022 erreicht werden.

Kästner-Schule bietet künftig den meisten Platz

Die meisten Kinder können künftig in der Erich-Kästner-Schule unterrichtet werden. Zum kommenden Schuljahr schon soll die bisherige Kapazität von 240 auf 300 Schüler erhöht werden. Mit dem Ende der Sanierungsarbeiten bietet das ausgebaute Schulgebäude ausreichend Platz. Berücksichtigt werde bei dieser Kapazität auch der verstärkte Zuzug von Migrantenfamilien in das Wohngebiet Süplinger Berg, erklärte Stadt-Sozialamtsleiterin Doreen Scherff dazu den Mitgliedern des Ausschusses für Schule, Soziales, Kultur und Sport des Stadtrats.

Festgeschrieben steht in der neuen Satzung auch der Verzicht auf die Schulbezirke. Seit zwei Jahren bereits können Eltern, deren Kinder in Haldensleben eine Grundschule besuchen, diese frei wählen. Sollte es mehr Schüler als freie Plätze an einer Schule geben, findet ein Auswahlverfahren nach bestimmten Kriterien statt. Auch das wird bereits so praktiziert.

Auch Westheide-Kinder lernen bald in Haldensleben

Sollte der Stadtrat auf seiner Sitzung am 27. November nicht nur der Schulsatzung, sondern auch der Vereinbarung zwischen der Stadt Haldensleben und der Verbandsgemeinde Elbe-Heide über die Beschulung der schulpflichtigen Kinder der Gemeinde Westheide zustimmen, heißt das konkret, dass mit dem Schuljahr 2015/2016 auch die Kinder aus Hillersleben und Neuenhofe in Haldensleben beschult werden.

Für die Grundschüler aus Born, das ebenfalls zur Westheide gehört, ist dies bereits Alltag. Sie sollen auch künftig vorrangig behandelt werden, wenn sie die Grundschule "Otto Boye" besuchen wollen. Das trifft auch für die Kinder aus Satuelle, Uthmöden, Süplingen und Bodendorf zu. Die Mädchen und Jungen aus Hillersleben und Neuenhofe haben Vorrang an der Grundschule "Erich Kästner", die Kinder aus Althaldensleben, Hundisburg und Wedringen an der Alsteinschule. Allerdings haben auch die Eltern aus den Stadt- und Ortsteilen sowie der Gemeinde Westheide die Möglichkeit der freien Grundschulwahl in Haldensleben.

Wieviele Schulkinder aus Hillersleben und Neuenhofe künftig in Haldensleben das Lesen, Rechnen und Schreiben lernen, das lasse sich derzeit noch nicht konkret beziffern, machte Doreen Scherff im Ausschuss deutlich.