Calvörde (aro) l Einstimmigkeit herrschte zum Thema "Wiedereinführung des Namens Flecken Calvörde" bei der jüngsten Sitzung des Calvörder Gemeiderates. "Nach dem Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt kann die Kommunalaufsichtsbehörde Ortsteilen, die vor einer Gebietsänderung als ehemalige Gemeinde eine sonstige überkommende Bezeichnung geführt hatten, auf Antrag der Gemeinde das Recht verleihen, diese Bezeichnung wieder führen zu dürfen", erklärte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU).

Der Zusatz "Flecken" wäre im Zuge der Gemeindegebietsreform abhanden gekommen. "Es war damals nur möglich, für die gesamte Gemeinde Calvörde den Namen zu beantragen. Damals lehnte der Gemeinderat diesen Antrag ab. Die Identität der Gemeinde mit den elf Ortsteilen wäre unangemessen gewesen", dachte Schliephake zurück. Aber nun würde die Chance bestehen, den Namen wieder zu bekommen.

Als Begründung nannte der Bürgermeister, dass zum einen mit dem Namenszusatz die Wertigkeit des Ortsteils Calvörde erhöht werden könnte. Zum anderen wäre die Unterscheidung zwischen der gesamten Gemeinde Calvörde und dem Ortsteil Calvörde durch den Zusatz "Flecken" eindeutig und könnte so nicht zu Verwechslungen führen. Grundlage für die Antragstellung bilde in jedem Fall eine Willensbekundung in Form eines Beschlusses des Gemeinderates. Dieser Beschluss sei mit dem Antrag auf Erteilung der Genehmigung bei der Kommunalaufsicht einzureichen. Der Gemeinderat hatte sich bereits in der Sitzung am 3. Juli 2014 einstimmig für den "Flecken Calvörde" ausgesprochen. "Wir bestätigen heute unsere bisherige Auffassung", betonte Schliephake. Bürger müssten nicht zwingend ihre Ausweise ändern lassen. "Erst wenn eine Ummeldung sowieso erforderlich ist, wird auch der Namenszusatz in den behördlichen Dokumenten ergänzt", erklärte der Bürgermeister.