Ausgerüstet mit Spaten haben kleine und große Naturschützer in einer gemeinsamen Mission Flatterulmen sowie Kirsch-und Pflaumenbäume gepflanzt. Außerdem ist eine Schutzhütte auf dem Gelände des Informationshauses entstanden. Dort können die Moorwichtel und Juniorranger Unterschlupft finden.

Kämkerhorst/Mannhausen l Warum sind Bäume so wichtig? Melina Schlee aus Etingen hat eine Antwort darauf. "Ganz wichtig sind Bäume, weil sie Sauerstoff produzieren, den Menschen und Tiere zum Atmen brauchen. Ich mag Bäume, ihr Grün, ihren Duft und besonders ihre Früchte", erklärt die siebenjährige Juniorrangerin, während sie sich gemeinsam mit ihrem Vater an der Baumpflanzaktion beteiligt.

Fred Braumann, Leiter der Naturparkverwaltung Drömling, begrüßt die tatkräftige Truppe, zu der Ehrengäste, Freiwillige des Naturparks, Freunde der Lebenshilfe, Junior-Ranger, Moorwichtel und deren Eltern gehören. Als Vertreter der Gemeinde Calvörde, heißt Gerhard Reinecke (CDU) die Naturfreunde willkommen. Er bezeichnet die Gemeinde Calvörde als das Tor zum Drömling.

"Die Kirsch- und Pflaumenbäume werden als Ergänzung zu einer bestehenden Streuobstwiese gepflanzt. Die Früchte sollen in einigen Jahren gemeinsam mit den Kindern verarbeitet werden", erklärt Braumann und ergänzt: "Das Projekt wird von dem Hausbauunternehmen Town Country gefördert." Daniel Reichel vom Bauunternehmen staunt über die große Anzahl der Kinder und motiviert die Jugend, sich weiter für die Umwelt zu engagieren. Und weil die Gruppe der jungen Naturschützer immer größer wird, soll nun eine Schutzhütte aufgestellt werden. Unter dem Hüttendach sollen die Kinder dann auch im Freien aktiv sein und Unterschlupf finden.

Auf dem Programm steht auch die Pflanzung von drei Flatterulmen. "Horst-Dietrich Westphal, Mitarbeiter der Naturwacht und Robert Schönbrodt, Mitarbeiter des Landesumweltministeriums Sachsen-Anhalt, sind eng mit dem Drömling verbunden. Wir Kollegen haben den Beiden zum Abschied in den Ruhestand - im Rahmen des Projektes ,Grüne Karte zeigen` - eine Baumpatenschaft über je eine Flatterulme geschenkt", erklärt Naturparkmitarbeiterin Sabine Wieter. Eine weitere Patenschaft hat der Verein zur Förderung der Umweltbildung im Naturpark Drömling übernommen.

"Unser Ziel ist es, möglichst viele Paten zu finden, die die Bäume in ihrem Wachstum begleiten", erklärt Bärbel Schön, Geschäftsführerin des Landestourismusverbandes. Auch Burkhard Henning, Vorstandsmitglied der Stiftung Umwelt, Natur und Klimaschutz, zeigt sich bei so vielen fleißigen Baumpflanzern hoch erfreut. Landestourismusverband und Stiftung sind Träger und Initiator dieses Projektes. Mit vereinten Kräften und unter fachkundiger Anleitung pflanzen die Spatenträger die Bäume und stellen dazu Schilder auf, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und vielleicht Nachahmer zu finden.

"Die Idee mit der Baumpatenschaft ist super. Als ich 1990 zum ersten Mal im Drömling war, gab es die Grenze noch. Ich arbeitete in Halle, durfte im Drömling - auch von Buchhorst bis zur niedersächsischen Grenze die Pflanzen und Tiere kartieren. Ich habe damals im Grabenmeisterhaus gewohnt", erinnert sich Schönbrodt. Wegen der besonderen Landschaft und der Freundschaft zu den Kollegen vor Ort ziehe es ihn immer wieder in das Land der tausend Gräben.

 

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