Eine großzügige Spende des Lionsclubs Ohrekreis hat dem Taufengel der Bebertaler Godebertikirche nach einem Sturz bei der Genesung geholfen. Einige Mitglieder überzeugten sich jetzt vom Erfolg der Reparatur.

Bebertal l Der Taufengel schwebt wieder in der Godebertikirche in Bebertal. Daran hat auch der Lionsclub Ohrekreis einen Löwenanteil. Denn die mit 2000 Euro größte Spende dieses Jahres hat der Lionsclub dem Engel zukommen lassen, der im September des vergangenen Jahres bei den Vorbereitungen des Tages des offenen Denkmals von der Decke gefallen war. Er hatte sich erhebliche "Verletzungen" zugezogen, die von einer Magdeburger Restauratorin fachmännisch geheilt worden sind.

Davon überzeugten sich dieser Tage auch Wolfgang Werner, Wolfram Brinck, Renate Raeck und Regina Malsch vom Lionsclub beim Besuch in der Godebertikirche. Zum Dankgottesdienst, bei dem am Reformationstag der "genesene" Engel und auch die restaurierten Fenster gefeiert wurden, konnten die Lionscub-Mitglieder nicht anwesend sein.

Der Pfarrer i. R. Wolfram Steinacker konnte ihnen nun als Vorsitzender des Fördervereins St. Godeberti einiges über die Geschichte der Barockkirche und des Taufengels von 1697 erzählen. Wenn er in seiner Kirche steht, gerät der Pfarrer i. R. angesichts der Ausstattung ins Schwärmen.

So verwies er nicht nur auf die symbolhafte achteckige Anordnung der Ausstattung, sondern auch auf eine Steinplatte im Eingangsbereich der Kirche. Die Platte mit einer Bauinschrift war einst an der Außenwand der früheren Godeberti-Kapelle angebracht. Später hat sie als Gegengewicht für den Engel, der als Juwel barocker Schnitzkunst gilt, gedient. Bis eines Tages bei Hochziehen das Seil riss und der Engel stürzte. Heute kann dieser elektrisch hochgezogen und herabgelassen werden - wenn er bei einer Taufe zum Einsatz kommt.

"Der Absturz war eine Katastrophe, denn wir waren eigentlich auch finanziell am Ende", erklärte Wolfram Steinacker. Fünf große Bauabschnitte, bei denen Schäden am Dach, an der Decke sowie an den Kirchenwänden beseitigt wurden, hatten schon reichlich Geld verschlungen. Auch die Sanierung der Fenster - besonders des sogenannten Christusfensters - sei eine aufwändige Sache gewesen. "Die Fenster waren alle ein bisschen kaputt, aber bei dem Christusfenster war sogar der Kopf nicht mehr zu erkennen - jetzt sehen sie alle wieder schön aus", so Steinacker.

Die Mitglieder des Lionsclubs möchten, wie Präsident Wolfgang Werner sagt, nicht mit Engeln verglichen werden, aber den Part Helfen wollen sie schon zu ihrem Leitmotiv machen. Und so war die Spende für den Engel für sie auch eine Herzenssache.